Mitten in der Nacht wird in einer bayerischen Kleinstadt plötzlich ein Chihuahua zum unfreiwilligen Hauptdarsteller eines Polizeieinsatzes. Kein Film, keine Satire, kein besonders schräger Hunde-Krimi im Privatfernsehen. Sondern ein Fall, bei dem eine 64-Jährige am Ende wohl nur noch dachte: Bitte alles, aber nicht meinen Hund.
Plötzlich schnappt sich der Mann den hilflosen Hund
Der Abend hatte für die Frau eigentlich völlig unspektakulär begonnen. Ein bisschen frische Luft und der kleine Vierbeiner an ihrer Seite. Mehr Dorfidylle geht kaum. Dann aber entdeckte sie in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) einen Mann, der auf dem Gehweg saß und offenbar nicht weiterwusste. Also tat sie das, was viele in so einer Situation wohl tun würden: Sie bot Hilfe an. Ein kurzer Moment Menschlichkeit, der für sie in einem kleinen Schockfilm endete.
Denn kaum war die Frau auf den Mann aufmerksam geworden, nahm die Szene plötzlich eine Richtung, mit der wirklich niemand rechnen konnte. Der 31-Jährige rappelte sich hoch, griff nach dem Chihuahua und machte sich mit dem Hund auf und davon. Statt nach Hause aufs Kissen ging es für den kleinen Kerl auf eine sehr sonderbare Tour durch die Gegend.
Hund nach einigen Stunden zurück beim Frauchen
Stunden später tauchte der Mann in einer Nachbargemeinde wieder auf, den Chihuahua hatte er noch immer bei sich. Nach Angaben der Polizei sprach der 31-Jährige zwei Passanten an und bedrohte sie. Spätestens in diesem Moment wurde aus einem ohnehin schon bizarren Hundediebstahl endgültig ein Fall, bei dem die Polizei einschreiten musste.



