Es sollte vermutlich nur ein spektakuläres Video werden – doch es endete in einer Tragödie. Ein 40-Jähriger ist am Montagmorgen in einem zugefrorenen Teich in Wismar ertrunken.
Gespenstische Szene am Teich
Der Mann wollte offenbar den ultimativen Eisbad-Clip drehen.Wie bild.de berichtet sägte er zwei Löcher in die Eisdecke eines Löschwasserteiches im Stadtteil Wendorf. Sein Plan: In das eine Loch springen, unter der Eisschicht durchtauchen und aus dem anderen wieder auftauchen. Die Kamera auf dem Stativ war schon positioniert, das Handtuch lag bereit.
Gegen 8.30 Uhr morgens geht bei der Rettungsleitstelle der Notruf ein. Als Polizei, Berufsfeuerwehr Wismar, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst am Zierower Weg eintreffen, zeigt sich ein gespenstisches Bild. Das Kamera-Set steht noch da. Vor der Linse zwei Löcher im Eis. Vom Mann fehlt jede Spur.

Sofort beginnt ein Großeinsatz. Feuerwehrleute sägen mit Kettensägen weitere Öffnungen in die Eisschicht und brechen die Eisfläche systematisch auf. Taucher der DLRG Zarrentin durchkämmen den Teich.
Vier Stunden dauert die verzweifelte Suche. Dann, gegen 12.45 Uhr, die traurige Gewissheit. Die Einsatzkräfte bergen den Mann nur noch leblos aus dem eiskalten Wasser. Ein Notarzt kann nur noch den Tod feststellen. Der Leichnam wird an ein Bestattungsunternehmen übergeben.
Polizei übernimmt Ermittlungen
Jessica Lerke, Sprecherin der Polizei Wismar, bestätigt gegenüber dem KURIER: Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.


