Das klirrende Winterwetter lockt viele Berliner auf die zugefrorenen Seen – doch der Ausflug kann lebensgefährlich enden. Polizei und Feuerwehr hatten am Wochenende mehrere Einsätze, auch mit Hubschraubern, um Menschen vor dem Einbrechen ins Eis zu schützen.
Mann bricht an der Lohmühlenbrücke im Eis ein
Die Berliner Polizei warnte erneut eindringlich davor, gefrorene Wasserflächen zu betreten. Mit einem Hubschrauber waren Beamte unter anderem über der Rummelsburger Bucht und dem Zeuthener See unterwegs. Per Lautsprecher wurden Spaziergänger und Schaulustige aufgefordert, das Eis sofort zu verlassen, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Besonders brisant war die Lage an der Lohmühlenbrücke zwischen Neukölln und Treptow. Dort brach eine Person ins Eis ein, konnte sich aber zum Glück selbst retten. Dennoch hielten sich dort nach Polizeiangaben rund 50 bis 70 Menschen auf der gefrorenen Fläche auf – trotz klarer Warnungen.

Hunderte auf der Eisfläche in der Rummelsburger Bucht
Auch an der Rummelsburger Bucht ignorierten viele die Gefahr: Am Samstag sollen sich dort zeitweise 200 bis 300 Menschen auf dem Eis getummelt haben. Die Polizei setzte auch hier Lautsprecherdurchsagen ein, um vor der akuten Einbruchgefahr zu warnen.
Parallel dazu musste die Feuerwehr am Morgen im Bezirk Spandau ausrücken. Ein etwa 50 Jahre alter Mann war von einem Schiff ins eiskalte Wasser gefallen. Er musste vor Ort wiederbelebt werden und kam anschließend ins Krankenhaus. Rund 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz.


