Ein Streit um den Umgang mit einem Transgender-Schüler endet erneut hinter Gittern. In Irland ist der Lehrer Enoch Burke wieder ins Gefängnis gebracht worden, nachdem er trotz gerichtlichen Verbots erneut auf dem Gelände seiner früheren Schule erschienen war.
Pronomen-Streit endet vor Gericht
Burke war Lehrer an der Wilson’s Hospital School im irischen County Westmeath. Der Konflikt begann, als er sich aus religiösen Gründen weigerte, einen Transgender-Schüler mit neuen Pronomen anzusprechen. Die Schule suspendierte ihn zunächst, später wurde er entlassen.
Burke sieht sich bis heute als Opfer. Er sagt, seine religiösen Überzeugungen würden missachtet. Gerichte sahen das anders und untersagten ihm mehrfach, das Schulgelände zu betreten. Doch Burke hielt sich nicht daran.
Am Montag tauchte er erneut am Schultor auf. Ein Video zeigt, wie die Polizei ihn festnimmt und in einem Streifenwagen abführt. Das Video veröffentlichte Burke selbst im Internet. Er schrieb dazu, er sei verhaftet worden, weil er sich geweigert habe, eine Ideologie zu unterstützen, die Kindern aufgezwungen werde.
BREAKING: Teacher Enoch Burke arrested again at Wilson’s Hospital School after refusing to affirm transgender ideology.
— Enoch Burke (@EnochBurke) January 19, 2026
This morning Enoch Burke was arrested by Gardaí, forced into a Garda car and taken to the High Court in Dublin. He refused to comply with Principal Niamh… pic.twitter.com/buxA2Q2KcO
Nach eigenen Angaben saß Burke bereits mehr als 550 Tage im Gefängnis. Außerdem wurden gegen ihn Geldstrafen von über 225.000 Euro verhängt. Die Schule betont dagegen, Burke werde nicht wegen seiner religiösen Ansichten inhaftiert, sondern weil er wiederholt gegen Gerichtsbeschlüsse verstoßen habe und unerlaubt Privatgelände betrete.
Gerichtliches Verbot mehrfach missachtet
Erst wenige Tage zuvor war Burke aus dem Mountjoy-Gefängnis in Dublin entlassen worden, um sich auf eine Berufung gegen seine Kündigung vorzubereiten. Eine klare Auflage lautete, nicht zur Schule zurückzukehren. Trotzdem erschien er dort an mehreren Tagen hintereinander. Sicherheitskräfte hinderten ihn schließlich daran, das Gelände zu betreten.


