Es gibt kaum einen Käse mit so hohem Wiedererkennungswert – doch nun soll sich bei den kleinen roten Käselaiben mit dem Namen „Mini Babybel“ etwas ändern: Die kleinen Käsestückchen, die bisher mit Wachshülle und Plastikfolie eingepackt sind, sollen schon bald eine Hülle aus Papier bekommen! In Großbritannien hat die Markteinführung der Verpackung begonnen, andere Teile Europas sollen folgen.
Babybel bekommt jetzt eine Hülle aus Papier
Wohl jeder hat diesen Käse schon einmal gegessen – und weiß, wie man diese Verpackung öffnet. „Mini Babybel“ ist eines der Kult-Produkte in der Käsetheke, begleitet manche Kunden von Kindesbeinen an. Und ist sogar zum Internet-Hit geworden. Legendär ist ein Video, bei dem ein junger Mann beherzt vom Käse inklusive Wachshülle abbeißt und feststellt: „Schmeckt nach Kerze.“
Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, am äußeren Erscheinungsbild aber schon: Wie das Portal Metro berichtet, beginnt beim kultigen Käse die Umstellung auf eine neue Verpackung. Das Cellophan, in das die kleinen Käselaibe bisher eingeschlagen wurden, soll weichen, dafür wird Babybel bald in Papier gewickelt. Schon im Dezember wurden die ersten Käsepackungen mit Papier in den Supermärkten gesichtet, unter anderem bei der Kette Tesco.

Bald soll die Papierverpackung ihren Siegeszug durch ganz Europa antreten. Das Ziel: Bis 2027 soll jeder Babybel in einer Hülle aus recyclingfähigem Papier stecken. Laut dem Unternehmen Bel sind fünf Produktionsstandorte und 50 Märkte betroffen. Mehrere Jahre sei an der neuen Verpackung gearbeitet worden. Zwar ist die Folie, in der der Käse eingewickelt ist, seit 2020 schon biobasiert und heimkompostierbar. Das Papier soll sie nun noch umweltfreundlicher machen.

Wichtig: Nach Kerze wird der Käse bei falscher Anwendung auch weiterhin schmecken – die traditionelle Wachshülle bleibt erhalten. Sie trägt laut Unternehmen zum Schutz des Käses bei. Noch in diesem Jahr soll die neue Papierverpackung in den USA, in Kanada und in Nordeuropa den Weg in die Supermärkte finden, 2027 werden dann sämtliche Verpackungen in allen Ländern umgestellt. Laut Linda Neu, Global Director von Babybel, hat das große Auswirkungen: Pro Jahr werden mehr als zwei Milliarden der kleinen Käselaibe auf der ganzen Welt verkauft, sagt sie.
Die Änderung beim Käse ruft gemischte Reaktionen hervor. „Lasst die Finger vom Babybel“, schreibt eine Frau auf Facebook. Anderen geht die Umstellung auf Papier nicht weit genug – sie schlagen vor, es bei der Wachshülle zu belassen, schließlich schützt sie den Käse schon genug. Und einer schreibt: „Als nächstes kümmern wir uns noch um das Plastiknetz, in dem sie geliefert werden.“ Und manch einer kritisiert das neue Verpackungsdesign. „Wir haben sie schon hier – und ich mag es nicht. Bringt das Plastik zurück“, schreibt ein Nutzer.




