Start in England

Kunden ärgern sich über neue  Verpackung für Kult-Käse Babybel

Seit Ende 2025 gibt es den Mini-Käse in Großbritannien mit Papierhülle. Sie soll die ganze Welt erobern.

Author - Florian Thalmann
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Den Käse der Marke Babybel kennt wohl jeder. Zukünftig sollen die kleinen Laibe in Papier eingewickelt sein.
Den Käse der Marke Babybel kennt wohl jeder. Zukünftig sollen die kleinen Laibe in Papier eingewickelt sein.Depositphotos/imago

Es gibt kaum einen Käse mit so hohem Wiedererkennungswert – doch nun soll sich bei den kleinen roten Käselaiben mit dem Namen „Mini Babybel“ etwas ändern: Die kleinen Käsestückchen, die bisher mit Wachshülle und Plastikfolie eingepackt sind, sollen schon bald eine Hülle aus Papier bekommen! In Großbritannien hat die Markteinführung der Verpackung begonnen, andere Teile Europas sollen folgen.

Babybel bekommt jetzt eine Hülle aus Papier

Wohl jeder hat diesen Käse schon einmal gegessen – und weiß, wie man diese Verpackung öffnet. „Mini Babybel“ ist eines der Kult-Produkte in der Käsetheke, begleitet manche Kunden von Kindesbeinen an. Und ist sogar zum Internet-Hit geworden. Legendär ist ein Video, bei dem ein junger Mann beherzt vom Käse inklusive Wachshülle abbeißt und feststellt: „Schmeckt nach Kerze.

Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, am äußeren Erscheinungsbild aber schon: Wie das Portal Metro berichtet, beginnt beim kultigen Käse die Umstellung auf eine neue Verpackung. Das Cellophan, in das die kleinen Käselaibe bisher eingeschlagen wurden, soll weichen, dafür wird Babybel bald in Papier gewickelt. Schon im Dezember wurden die ersten Käsepackungen mit Papier in den Supermärkten gesichtet, unter anderem bei der Kette Tesco.

Die Wachshülle bleibt Fans der kleinen Käselaibe erhalten – nur die äußere Schicht wird zukünftig aus Papier gemacht.
Die Wachshülle bleibt Fans der kleinen Käselaibe erhalten – nur die äußere Schicht wird zukünftig aus Papier gemacht.Panthermedia/imago

Bald soll die Papierverpackung ihren Siegeszug durch ganz Europa antreten. Das Ziel: Bis 2027 soll jeder Babybel in einer Hülle aus recyclingfähigem Papier stecken. Laut dem Unternehmen Bel sind fünf Produktionsstandorte und 50 Märkte betroffen. Mehrere Jahre sei an der neuen Verpackung gearbeitet worden. Zwar ist die Folie, in der der Käse eingewickelt ist, seit 2020 schon biobasiert und heimkompostierbar. Das Papier soll sie nun noch umweltfreundlicher machen.

Babybel-Käse gibt es schon seit Jahren, doch nun wird sich an der Verpackung etwas ändern.
Babybel-Käse gibt es schon seit Jahren, doch nun wird sich an der Verpackung etwas ändern.Steinach/imago

Wichtig: Nach Kerze wird der Käse bei falscher Anwendung auch weiterhin schmecken – die traditionelle Wachshülle bleibt erhalten. Sie trägt laut Unternehmen zum Schutz des Käses bei. Noch in diesem Jahr soll die neue Papierverpackung in den USA, in Kanada und in Nordeuropa den Weg in die Supermärkte finden, 2027 werden dann sämtliche Verpackungen in allen Ländern umgestellt. Laut Linda Neu, Global Director von Babybel, hat das große Auswirkungen: Pro Jahr werden mehr als zwei Milliarden der kleinen Käselaibe auf der ganzen Welt verkauft, sagt sie.

Die Änderung beim Käse ruft gemischte Reaktionen hervor. „Lasst die Finger vom Babybel“, schreibt eine Frau auf Facebook. Anderen geht die Umstellung auf Papier nicht weit genug – sie schlagen vor, es bei der Wachshülle zu belassen, schließlich schützt sie den Käse schon genug. Und einer schreibt: „Als nächstes kümmern wir uns noch um das Plastiknetz, in dem sie geliefert werden.“ Und manch einer kritisiert das neue Verpackungsdesign. „Wir haben sie schon hier – und ich mag es nicht. Bringt das Plastik zurück“, schreibt ein Nutzer.

Was halten Sie davon, dass der Babybel eine neue Verpackung aus Papier bekommt? Schicken Sie uns Ihre Meinung an leser-bk@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!