Wer diesen Sommer eine Ferienwohnung in Kroatien buchen will, sollte schnell sein. Und genau hinschauen. Denn ab dem 1. Juni 2026 gelten neue Regeln, die den kroatischen Urlaubsmarkt grundlegend verändern.
Was sich ab Juni 2026 für Kroatien-Urlauber ändert
Tourismusminister Tonči Glavina hat dem illegalen Ferienwohnungsmarkt den Kampf angesagt. Im Zentrum der Reform steht laut kroatien-nachrichten.de ein einheitliches Registrierungssystem für alle Anbieter von Kurzzeitvermietungen sowie eine obligatorische Registrierungsnummer für jede Unterkunftseinheit.
Wer so eine Nummer nicht hat, darf seine Unterkunft auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com nicht mehr anbieten. Laut centrarium.com tritt das Verbot am 1. Juni 2026 in Kraft – mitten in der Hauptreisesaison.
Für Urlauber ist das zunächst eine gute Nachricht: Wer eine Unterkunft mit Registrierungsnummer bucht, kann sicher sein, dass sie legal betrieben wird und geprüften Standards entspricht. Gleichzeitig könnte das Angebot kurzfristig schrumpfen, weil viele illegale Vermieter vom Markt verschwinden.

Glavina betonte, dass das neue System eine weitreichende digitale Aufsicht ermögliche, ohne dass dafür regelmäßige Vor-Ort-Kontrollen notwendig seien. Zusätzlich erhalten Zollbehörden und kommunale Ordnungskräfte das Recht, illegale Beherbergungsbetriebe zu überprüfen.
Energy-Drinks und Qualitätsprüfungen
Das Gesetzespaket geht noch weiter. Künftig soll der Ausschank von Energy-Drinks an unter 18-Jährige in Gastronomiebetrieben verboten werden. Tourismusminister Glavina begründet dies mit gesundheitlichen Risiken durch koffein- und stimulanzienhaltige Getränke. Außerdem gelten neue Fristen für Qualitätsprüfungen: Private Ferienwohnungen müssen alle zehn Jahre neu bewertet werden, Hotels und Campingplätze alle fünf Jahre.
Warum Kroatien jetzt handelt
Laut vom Ministerium zitierten Studien, werden Reisende im Jahr 2026 voraussichtlich weniger reisen und weniger Geld ausgeben, wodurch die Kosten zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Reiseziels werden. Kroatien will den Massentourismus eindämmen und nachhaltiger werden. Bis zum 18. Mai 2026 können Bürger, Vermieter und Unternehmen noch Stellungnahmen zum Gesetzentwurf einreichen.


