Während ihre Menschenfamilie sportlich wanderte, war Labradorhündin Tokyo offenbar auf einem ganz eigenen Trip. Mitten am höchsten Berg Großbritanniens ging plötzlich nichts mehr bei ihr. Am Ende mussten Bergretter die Hündin auf einer Trage ins Tal bringen. Der Verdacht: Tokyo hatte unterwegs Cannabis gefressen. Und war so bekifft, dass sie nicht mehr laufen konnte.
Kurz vor dem Gipfel konnte Tokyo nicht mehr laufen
Besitzerin Christina Bluhme, professionelle Hundetrainerin aus Surrey in England, war gemeinsam mit ihrem Sohn Magnus sowie den beiden Labradors Tokyo und Blaze unterwegs. Zunächst verlief die Tour problemlos. Doch kurz vor dem Gipfel zeigte Tokyo plötzlich Schwäche in den Hinterbeinen. Wenig später konnte sie nicht mehr laufen und verlor zeitweise das Bewusstsein.
Bluhme befürchtete zunächst eine schwere Verletzung. Als sich der Zustand der Hündin weiter verschlechterte, versuchte sie noch, das rund 25 Kilo schwere Tier selbst ins Tal zu tragen. Wegen des steilen und nassen Geländes war das jedoch unmöglich. Schließlich alarmierte die Familie die Bergrettung.
Glück im Unglück: Das ehrenamtliche „Lochaber Mountain Rescue Team“ war ohnehin in der Nähe im Einsatz. Die Helfer legten Tokyo auf eine Trage und transportierten sie zügig den Berg hinunter. Anschließend wurde die Labradorhündin in eine Tierklinik gebracht.
Tierärzte vermuten Cannabis-Vergiftung
Dort stellte sich heraus, dass vermutlich keine Verletzung, sondern eine Vergiftung hinter den Symptomen steckte. Nach Angaben von Hundehalterin Bluhme und den behandelnden Tierärzten deutete vieles darauf hin, dass Tokyo unterwegs weggeworfenes Cannabis aufgenommen hatte. Die Hündin zeigte typische Anzeichen einer Cannabis-Vergiftung wie Gleichgewichtsstörungen, Schwäche und Bewusstseinsprobleme.

