Etwas anderer Gipfelrausch

Total bekiffter Hund muss vom Berg getragen werden

Hündin Tokyo hatte auf einer Wanderung offenbar Cannabis gefressen. Danach konnte sie nicht mehr laufen – und musste von Bergrettern ins Tal gebracht werden.

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Bergretter vom „Lochaber Mountain Rescue Team“  tragen Hündin Tokyo , die offenbar Cannabis gefressen hatte.
Bergretter vom „Lochaber Mountain Rescue Team“ tragen Hündin Tokyo , die offenbar Cannabis gefressen hatte.Lochaber Mountain Rescue Team / Facebook

Während ihre Menschenfamilie sportlich wanderte, war Labradorhündin Tokyo offenbar auf einem ganz eigenen Trip. Mitten am höchsten Berg Großbritanniens ging plötzlich nichts mehr bei ihr. Am Ende mussten Bergretter die Hündin auf einer Trage ins Tal bringen. Der Verdacht: Tokyo hatte unterwegs Cannabis gefressen. Und war so bekifft, dass sie nicht mehr laufen konnte.

Kurz vor dem Gipfel konnte Tokyo nicht mehr laufen

Besitzerin Christina Bluhme, professionelle Hundetrainerin aus Surrey in England, war gemeinsam mit ihrem Sohn Magnus sowie den beiden Labradors Tokyo und Blaze unterwegs. Zunächst verlief die Tour problemlos. Doch kurz vor dem Gipfel zeigte Tokyo plötzlich Schwäche in den Hinterbeinen. Wenig später konnte sie nicht mehr laufen und verlor zeitweise das Bewusstsein.

Bluhme befürchtete zunächst eine schwere Verletzung. Als sich der Zustand der Hündin weiter verschlechterte, versuchte sie noch, das rund 25 Kilo schwere Tier selbst ins Tal zu tragen. Wegen des steilen und nassen Geländes war das jedoch unmöglich. Schließlich alarmierte die Familie die Bergrettung.

Glück im Unglück: Das ehrenamtliche „Lochaber Mountain Rescue Team“ war ohnehin in der Nähe im Einsatz. Die Helfer legten Tokyo auf eine Trage und transportierten sie zügig den Berg hinunter. Anschließend wurde die Labradorhündin in eine Tierklinik gebracht.

Tierärzte vermuten Cannabis-Vergiftung

Dort stellte sich heraus, dass vermutlich keine Verletzung, sondern eine Vergiftung hinter den Symptomen steckte. Nach Angaben von Hundehalterin Bluhme und den behandelnden Tierärzten deutete vieles darauf hin, dass Tokyo unterwegs weggeworfenes Cannabis aufgenommen hatte. Die Hündin zeigte typische Anzeichen einer Cannabis-Vergiftung wie Gleichgewichtsstörungen, Schwäche und Bewusstseinsprobleme.

Bereits am nächsten Tag konnte aufgeatmet werden: Tokyo erholte sich vollständig. „Ich dachte wirklich, ich würde sie verlieren“, sagte Bluhme später. Gleichzeitig warnte sie andere Hundebesitzer davor, dass selbst in abgelegenen Naturgebieten weggeworfene Drogen oder andere giftige Stoffe eine Gefahr für Tiere darstellen können.

Auch die Bergretter zeigten sich erleichtert über den glücklichen Ausgang. Tokyo, normalerweise ein fitter Arbeits- und Familienhund, habe sich vollständig erholt.