Nach dem tödlichen Angriff auf eine Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka am berühmten Bondi Beach in Sydney herrscht weltweites Entsetzen über den Anschlag, der mindestens zwölf Menschen das Leben kostete. Dank eines mutigen Mannes ist alles nicht noch viel schlimmer gekommen.
Mann entreißt Schützen die Waffe
Es ist ein Video aus Sydney, das jetzt weltweit für Aufsehen sorgt. Es zeigt eine Szene, die viele als Akt purer Zivilcourage feiern. Die Aufnahmen stammen vom Anschlag während des jüdischen Chanukka-Fests am berühmten Strand Bondi Beach, wo sich Hunderte Menschen zum Auftakt des jüdischen Lichterfests versammelt hatten.

Zu sehen ist auf den Bildern, wie ein Passant einem der mutmaßlichen Angreifer von hinten auf den Rücken springt. Es kommt zu einem kurzen Gerangel, dann entreißt der Mann dem Täter das Gewehr.
#Bondi
— Craig Kelly:🇦🇺Foundation for Economic Education (@craigkellyAFEE) December 14, 2025
Remarkable. That’s the true Australian spirit. pic.twitter.com/HI8Pu6wmLI
Der Schütze, der zuvor mit der Waffe gefeuert hatte, taumelt zurück, kann sich jedoch losreißen und entkommen. In australischen Medien wird der mutige Passant als „Held“ gefeiert. Das Video verbreitet sich rasant in den sozialen Netzwerken und löst eine Debatte über Mut, Risiko und Zivilcourage aus.
Wie später bekannt wird, ist der „Held von Sydney“ ein 43 Jahre alter muslimischer Obstladenbesitzer. Ahmed A. aus Sydney wurde bei dem Gerangel um die Waffe selbst durch Schusswunden verletzt, doch der Zustand des zweifachen Familienvaters sei stabil, hieß es.
Ahmed El Ahmad, a 43yr-old father-of-two fruit shop owner.
— Benonwine (@benonwine) December 14, 2025
Hero of Bondi Beach 🇦🇺 🙏❤️ pic.twitter.com/WjRHVtzCQA
Zwei Täter feuerten mit Maschinenpistolen auf Feiernde
Bei dem Angriff kamen nach offiziellen Angaben 13 Menschen ums Leben. Einer der Toten soll selbst zu den mutmaßlichen Angreifern gehören. Insgesamt soll es zwei Täter gegeben haben. Ob der Mann aus dem Video einen der beiden Angreifer überwältigte oder welchen genau, war zunächst unklar. Die Ermittlungen der australischen Behörden dauern an.

„Unsere Herzen sind bei unseren Brüdern und Schwestern in Sydney, die von niederträchtigen Terroristen angegriffen wurden, als sie die erste Chanukka-Kerze anzünden wollten“, sagte Israels Präsident Isaac Herzog in Jerusalem. Etliche Staats- und Regierungschefs verurteilten den antisemitischen Anschlag.




