Trotz Bürgergeld

„Hartz und herzlich“: Pamela gibt 80 Euro im Monat für ihre Schönheit aus

Pamela aus „Hartz und Herzlich“ achtet trotz wenig Geld sehr auf ihr Äußeres – und verrät, wie viel sie monatlich für Kosmetik ausgibt.

Author - Florian Thalmann
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Pamela achtet sehr auf ihr Äußeres - und gibt jeden Monat rund 80 Euro für Kosmetik aus, sagt sie. Umso mehr freut sich die Bürgergeld-Empfängerin über das Geschenk einer Nachbarin.
Pamela achtet sehr auf ihr Äußeres - und gibt jeden Monat rund 80 Euro für Kosmetik aus, sagt sie. Umso mehr freut sich die Bürgergeld-Empfängerin über das Geschenk einer Nachbarin.Hartz und herzlich/Youtube

Sozialdokus wie „Hartz und herzlich“ begleiten Menschen in ganz Deutschland durch ihren Alltag – und der ist oft von der Frage bestimmt, wie man es sich auch ohne Geld richtig schön machen kann. Ein Profi darin ist Pamela, die regelmäßig bei den Folgen von „Hartz und herzlich“ aus der Rostocker Siedlung Groß Klein zu sehen ist. Sie achtet sehr auf ihr Äußeres, verriet in der Show jetzt ihr Beauty-Geheimnis. Und: Die Bürgergeld-Empfängerin gibt Einblicke, wie viel sie jeden Monat in Kosmetik investiert.

Pamela aus „Hartz und herzlich“ achtet auf ihr Äußeres

Pamela ist immer wieder bei „Tag für Tag Groß Klein“ zu sehen, dem Rostocker Ableger von „Hartz und herzlich“. Sie wird vom Kamerateam durch ihren Alltag begleitet, auch beim Start in den Tag. „Ich schminke mich eigentlich jeden Tag, weil ich morgens immer so blass aussehe“, sagt sie. „Dann mache ich ein bisschen Schminke ran und dann geht das schon.“ Sie wolle immer adrett zurechtgemacht sein, falls sie doch mal irgendwohin gehen müsse. Direkt auf der Couch bringt die 59-Jährige ihr Gesicht in Form, schwingt den Schminkpinsel wie ein echter Profi.

Sie bekommt Bürgergeld und eine kleine Witwenrente – und legt trotz einem sehr engen finanziellen Rahmen großen Wert auf ihr Äußeres. Sie kaufe sich aber nicht jeden Tag Schminke. Im Monat gebe sie einiges an Geld dafür aus. „Wenn irgendwas alle ist – aber ich brauche immer nicht lange, das geht bei mir relativ fix“, sagt sie. „Ich habe das früher als Fünfzehnjährige auch schon gemacht.“

Sie mache das vor allem für sich. „Damit ich für mich ein bisschen hübsch aussehe.“ Davon, dass sich manche Frauen zu sehr aufdonnern, hält sie aber nichts. „Das mache ich bei mir eigentlich nicht.“

Pamela aus „Hartz und herzlich“ macht sich jeden Morgen hübsch. Sie schminkt sich inzwischen wie ein echter Profi.
Pamela aus „Hartz und herzlich“ macht sich jeden Morgen hübsch. Sie schminkt sich inzwischen wie ein echter Profi.Hartz und herzlich/Youtube

Trotzdem kosten die Produkte für die Schönheit Geld – doch Pamela hat Glück. Sie hat eine Nachbarin, die sie gelegentlich reich beschenkt. So darf sie in einer Folge von „Hartz und herzlich“ eine riesige Netto-Tüte voller Kosmetikprodukte auspacken – keine Schminke, sondern Shampoo, Haarspülungen, Deoroller und „Duschzeug“, wie sie sagt.

Eine große Freude, weil Pamela gerade so über die Runden kommt. „Das ist ein Wahnsinn, was hier noch drinne ist“, sagt sie mit Blick auf die Tüte. „Damit komme ich locker bis Dezember aus.“

Pamela gibt im Monat 80 Euro für Kosmetik aus

Doch wie viel gibt die Bürgergeld-Empfängerin unter normalen Umständen für Schminke und Co. aus? „Für meine Kosmetik bin ich im Monat ungefähr bei 70 bis 80 Euro – nur für mich alleine und nur was Kosmetik angeht“, verrät sie bei „Hartz und herzlich“.

Mit der prall gefüllten Tüte ihrer Nachbarin und den Beautyprodukten kann sie nun um die 50 Euro sparen, schätzt sie. Schnell werden die neuen Produkte im Badezimmerschrank einsortiert, viele bunte Flaschen mit Shampoos und Spülungen landen in Pamelas kleinem Beauty-Paradies.

Spende von Pamelas Nachbarin: Die Bürgergeld-Empfängerin freut sich bei „Hartz und herzlich“ über eine reiche Auswahl an Deo, Shampoo, Duschgel und Haarkuren.
Spende von Pamelas Nachbarin: Die Bürgergeld-Empfängerin freut sich bei „Hartz und herzlich“ über eine reiche Auswahl an Deo, Shampoo, Duschgel und Haarkuren.Hartz und herzlich/Youtube

Dafür, dass es ihre Nachbarin gibt, ist sie sehr dankbar – sie habe ihr auch schon Essen mitgebracht. Und sei eine große Hilfe beim Kampf um ein neues Leben. Denn bis vor einiger Zeit musste Pamela noch auf der Straße leben, schlief in Rostock als Obdachlose in einem Zelt.

Das Problem hat sie heute zum Glück nicht mehr, kann von Bürgergeld in einer eigenen Wohnung leben. Und nun auch mit einem prall gefüllten Beauty-Schrank. „Ich bin so ein Mensch, ich brauche immer alles im Vorrat“, sagt sie. „Das reicht jetzt über ein Jahr, hundertprozentig. Das ist heftig.“ Zumindest für saubere Haare ist nun immer gesorgt – und das ohne dass das Bürgergeld dafür draufgeht.

Wie viel geben Sie jeden Monat für Kosmetik aus? Und schauen Sie gern „Hartz und herzlich“? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften!