Es gibt Beschwerden, für die sich viele Menschen schämen – sogar beim Arztbesuch.
Es gibt Beschwerden, für die sich viele Menschen schämen – sogar beim Arztbesuch. imago/Shotshop

Es gibt wohl niemanden, der wirklich gern zum Arzt geht – denn wer sich ins Wartezimmer setzen muss, hat oft Beschwerden, die Sorgen bereiten und abgeklärt werden müssen. Allerdings sind vielen ihre Wehwehchen auch sehr unangenehm … und sogar peinlich! Eine Umfrage zeigt, für welche zehn Beschwerden sich die Menschen in Deutschland beim Arzt am meisten schämen. Erkennen Sie sich in dieser Liste auch wieder?

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Für diese Beschwerden schämen sich die Deutschen am meisten

Im Auftrag der Online-Arztpraxis ZAVA wurden 751 Männer und 751 Frauen befragt, welche Beschwerden ihnen beim Arzt unangenehm sind. Die zehn peinlichsten Symptome: Auf dem ersten Platz landen starker Mund- und Achselgeruch, auf dem zweiten Platz schlechte Zähne und Parodontose, auf dem dritten Platz übermäßiges Schwitzen. Danach folgen auf den Plätzen vier, fünf und sechs Blähungen, Läuse und eine Pilzinfektion im Intimbereich.

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Schuppen und fettige Haare landen auf Platz sieben, dicht gefolgt von Inkontinenz auf dem achten Platz. Die Top Ten schließt mit Durchfall auf Platz neun und Geschlechtskrankheiten auf Platz zehn. Das bedeutet: Schwitzen ist peinlicher als Intimpilz, Blähungen unangenehmer als Geschlechtskrankheiten – überraschend? Und: Warum sind vor allem diese Krankheiten peinlich?

Mundgeruch gehört zu den Beschwerden, die vielen Menschen unangenehm und peinlich sind.
Mundgeruch gehört zu den Beschwerden, die vielen Menschen unangenehm und peinlich sind. imago/Jochen Tack

„Besonders vermeintlich selbst verschuldete Krankheiten werden von vielen als peinlich empfunden. Hinter dem Schamgefühl steht also häufig die Angst, von anderen verurteilt zu werden“, sagt Beverley Kugler, Ärztliche Leiterin Deutschland der Online-Arztpraxis ZAVA.

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„Bei Mundgeruch, schlechten Zähnen oder starkem Schwitzen befürchten Betroffene beispielsweise, für eine mangelnde Hygiene verurteilt zu werden. Dabei können den Beschwerden verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Auch Erkrankungen, die Geschlechts- und Ausscheidungsorgane betreffen, gelten oft als peinlich. Sie zählen zum Intimbereich, der gesellschaftlich lange mit Scham besetzt war – und in vielen Kulturkreisen auch noch heute ist.“

Jeder Dritte hat sich schon einmal für seine Beschwerden geschämt

Jeder Dritte (35 Prozent) hat sich laut der großen Befragung schon einmal für seine Beschwerden geschämt. In der Analyse heißt es, das hänge vor allem damit zusammen, dass einige der Symptome – etwa Blähungen und Durchfall – durchaus häufig auftreten. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Angst, über die Beschwerden zu reden, ist oft unbegründet. Zwar hätten 45 Prozent der Befragten Angst davor gehabt, für ihre Symptome verurteilt zu werden, aber nur 27 Prozent mussten eine solche Erfahrung auch wirklich machen.

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Wichtig dabei: Wenn es um medizinische Probleme geht, muss sich niemand schämen! „Egal ob Achselschweiß oder Akne, Parodontose oder Pilzinfektionen, scheuen Sie sich nicht, medizinischen Rat zu suchen. Für Ärzte oder Apotheker ist es selbstverständlich, über gesundheitliche Probleme zu sprechen“, sagt Kugler. Das gehe auch in einer Online-Arztpraxis. In jedem Fall sei es wichtig, Beschwerden abklären zu lassen.