Aufgepasst! Derzeit sorgt in Deutschland wieder eine besonders hinterhältige Betrugsmasche für Ärger. Immer wieder fallen Menschen auf falsche Handwerker herein. Die Betrüger klingeln unangekündigt an der Haustür, geben sich als Fachleute aus und nutzen die Unsicherheit ihrer Opfer gezielt aus.
90-Euro-Angebot endet in Abzocke
In Sachsen sind nun Rentner Opfer dieser Abzocke geworden. Falsche Handwerker haben bei einem Ehepaar in Großrückerswalde (Erzgebirgskreis) einen erheblichen Sachschaden hinterlassen. Wie die Polizei Chemnitz mitteilt, waren drei Männer unangemeldet bei dem Hausbesitzer (71) erschienen und boten an, nach kurzer Verhandlung sowie gegen eine Anzahlung von 90 Euro Ausbesserungsarbeiten am Dach vorzunehmen.
Von wegen Ausbesserungen und 90 Euro: Am Ende forderten die Männer für ihre Pfusch-Arbeiten 10.000 Euro. Als die Ehefrau des Opfers vom Einkaufen zurückkam, stellte sie die vermeintlichen Handwerker zur Rede. Daraufhin flüchteten sie mit ihrem Transporter. Die Polizei Chemnitz: „Auch wenn die falschen Handwerker kein weiteres Geld bekamen, entstand dem Ehepaar trotzdem ein Sachschaden von 2000 Euro.“

Polizei und Verbraucherschützer raten dazu, unangekündigten Handwerkern grundsätzlich mit Misstrauen zu begegnen. Wer angeblich dringende Schäden feststellt, sofortige Entscheidungen verlangt und auf Barzahlung besteht, sollte stutzig werden. Seriöse Betriebe drängen nicht zu Vertragsabschlüssen an der Haustür und legen ihre Preise transparent offen.
Betrüger geben sich auch in Schleswig-Holstein als Handwerker aus
Doch nicht nur in Sachsen versuchten falsche Handwerker, schnelles Geld zu machen. Auch in Schleswig-Holstein. Am Donnerstagmorgen gaben sich drei falsche Handwerker in Oststeinbek als Fachleute aus und behaupteten, Arbeiten im Dachbereich sowie auf der Terrasse durchführen zu müssen.
Die Polizei Ratzeburg: „Die Täter sollen die Geschädigte direkt an der Haustür angesprochen und ihre Leistungen angeboten haben. Dabei erweckten sie den Eindruck eines angeblich akuten Handlungsbedarfs, um so die Bewohnerin zu einer sofortigen Beauftragung zu bewegen.“




