Minister lobt Beamte

Brandanschlag auf Synagoge – Polizei erschießt den Täter

Der bewaffnete Mann hatte versucht, das jüdische Gotteshaus in Rouen anzuzünden.

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Im französischen Rouen versuchte ein Mann, eine Synagoge anzuzünden – die Polizei erschoss ihn (Symbolbild).
Im französischen Rouen versuchte ein Mann, eine Synagoge anzuzünden – die Polizei erschoss ihn (Symbolbild).Lino Mirgeler/dpa

Die Judenfeindschaft scheint wieder auf dem Vormarsch zu sein in Europa. Der jüngste Vorfall ereignete sich am Freitagmorgen, als in Frankreich ein Bewaffneter versuchte, an einer Synagoge Feuer zu legen.

Die Polizei im nordfranzösischen Rouen verhinderte den Brandanschlag auf die Synagoge und erschoss den bewaffneten Täter. Der Mann habe offensichtlich versucht, die Synagoge in Brand zu setzen und sei von den Einsatzkräften getötet worden, schrieb Innenminister Gérald Darmanin im Onlinedienst X. Er lobte die Beamten für „ihre Reaktionsfähigkeit und ihren Mut“.

Die Beamten waren laut Polizei wegen einer „Rauchentwicklung in der Nähe der Synagoge“ alarmiert worden. Dort ging der Attentäter auf die Beamten los. „Der Mann war mit einem Messer und einer Eisenstange bewaffnet“, sagte eine mit dem Fall vertraute Quelle der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann habe sich den Polizisten genähert, die das Feuer eröffnet und ihn getötet hätten.

Antisemitismus in Frankreich hat zugenommen

Die Staatsanwaltschaft in Rouen leitete zwei getrennte Untersuchungen zu dem Vorfall ein. Es werde wegen Brandstiftung und Gewalt gegen Amtspersonen ermittelt, sagte Staatsanwalt Frédéric Teillet AFP. Zudem sollen nach seinen Angaben die Umstände des Todes des Verdächtigen ermittelt werden.

In Frankreich lebt die größte jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels und der USA. Viele Juden fühlen sich in dem Land nicht mehr sicher. Zugleich ist das Land Heimat von Europas größter muslimischer Gemeinde.

Antisemitische Straftaten haben in Frankreich nicht erst seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zugenommen. Zudem gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche pro-palästinensische Proteste in Frankreich. ■