Am 1. August bzw. 1. September 2026 geht es los: Das Ausbildungsjahr 2026 startet. Doch wie kommen junge Leute zum Traumjob? Der KURIER hat bei Experten nachgefragt. Diese 5 Tipps sollten Interessenten beachten!
Praktika gelten als Türöffner für mögliche Bewerber
1) Der persönliche Kontakt! „Das ist für mich der Königsweg“, sagt Christoph Möller, Chef der Agentur für Arbeit Nord. „Eine Hand zu schütteln und zu sagen: Ich interessiere mich – kann ich bei Ihnen ein Praktikum machen? Dann sind beide Seiten informiert und wissen, was sie wollen.“ Gerade (Schul-)Praktika gelten als wichtige Türöffner.
2) Künstliche Intelligenz vermeiden! Es ist einfach, sie bei Bewerbungen und im Lebenslauf einzusetzen. Doch Möller warnt: „Sich Mühe bei der Bewerbung zu geben, ist immer besser, als sie von einer KI schreiben zu lassen. Das merkt man nämlich, wenn es eine Serie ist. Manchmal steht dann irgendwo im dritten Absatz auf einmal ein ganz anderer Firmenname – und so weiter.“
3) Ausbildungsmessen nutzen! Sie finden in Berlin regelmäßig in allen Bezirken statt – und sind nicht zu unterschätzen. Lutz Neumann, Vorsitzender der Agentur Berlin Mitte: „Sie bieten einen sehr breiten Überblick: Handwerk, Dienstleistung, Industrie, öffentlicher Dienst. Das heißt, ich kann sehr viele Gespräche führen und mich umfassend informieren.“

4) Nicht auf eine Sache fixieren! Bewerber sollten sich drei bis bestenfalls fünf ähnliche Berufe anschauen und Alternativen einplanen. Neumanns Tipp: „Breiter denken: Es gibt über 300 Ausbildungsberufe.“
5) Gut vorbereitet sein! Kommt es zum ersten Kontakt oder sogar zu einem Vorstellungsgespräch, sollten Bewerber sich umfassend über Aufgaben und das Unternehmen informiert haben. Möller: „Wenn ich das Gefühl habe, da kommt jemand und hat keine Ahnung, worauf er sich bewirbt, ist das erst einmal nicht gut. Die Lage ist im Moment wirklich so, dass wir deutlich mehr Bewerber auf Ausbildungsstellen haben.“ Heißt: Nur, wer wirklich Interesse zeigt, hat auch Chancen!


