Mehr als eine Woche, nachdem im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht eine Explosion in einer Bar 40 Menschen tötete und weitere 115 verletzte, könnte es nun endlich Gerechtigkeit geben. Der Besitzer der Bar, der Franzose Jacques Moretti, ist in U-Haft genommen worden.
Dutzende Tote bei Silvester-Feuer in Crans-Montana
In der Silvesternacht wurden bei dem Brand in der Bar „Le Constellation“ 40 Menschen getötet, 115 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Fast alle Todesopfer waren Teenager und junge Erwachsene – die jüngsten waren erst 14 Jahre alt. Unter den Toten sind auch neun junge Schweizer Fußballer aus Regionalvereinen. Laut Ermittlern hatte eine funkensprühende Partyfontäne eine Schaumstoff-Verkleidung an der Decke der Bar in Brand gesetzt, die Besitzer, Moretti und seine Ehefrau, stehen seitdem schwer unter Kritik: Das Deckenmaterial war leicht brennbar, zudem war offenbar die einzige Treppe, die in die Kellerbar führte, verschmälert worden.

Nach einer über sechsstündigen Befragung zum tödlichen Feuer in Crans-Montana ist Moretti nun in Untersuchungshaft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft begründet den Entscheid laut NZZ mit Fluchtgefahr. Moretti stammt aus Korsika und ist Franzose. Gegen ihn und seine Frau, die ebenfalls Mitbesitzerin der Bar ist, wird seit Anfang Januar wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Morettis Ehefrau wurde nicht in Gewahrsam genommen.


