Erstmals seit mehr als 50 Jahren sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Doch die historische Mission „Artemis 2“ startete mit ersten Problemen.
Funkstille kurz nach dem Start zum Mond
Kaum hatte die „Orion“-Kapsel Cape Canaveral verlassen, herrschte im All plötzlich Funkstille. Die vier Astronauten konnten das Kontrollzentrum hören, aber nicht umgekehrt. Der Nasa-Chef Jared Isaacman sagte später: „Wir klären das Problem aktiv auf.“ Nach kurzer Zeit lief die Kommunikation wieder, als wäre nichts gewesen.
Doch während die Funkverbindung schnell repariert war, sorgte ein zweites Problem für deutlich mehr Stirnrunzeln. Und das bei einem Thema, über das Astronauten eigentlich nicht gern sprechen: die Bordtoilette.

Hightech-Toilette schaltete sich ab
Die Astronautin Christina Koch meldete: „Die Toilette hat sich von selbst abgeschaltet, und eine blinkende orange Warnleuchte leuchtet.“ Ein Satz, der in die Geschichte der Raumfahrt eingehen könnte.
Die Missionskontrolle reagierte pragmatisch und empfahl Koch, vorerst auf ein tragbares Notfallsystem aus Beutel und Trichter umzusteigen, das sogenannte CCU, kurz für Collapsible Contingency Urinal. Währenddessen grübeln die Techniker am Boden darüber, wie sie das Hightech-Mond-Klo wieder zum Laufen bringen.
Dabei hatte die Mission schon genug Verzögerungen hinter sich. Der Start war mehrfach verschoben worden, weil das milliardenschwere Space-Launch-System und die „Orion“-Kapsel immer wieder technische Macken zeigten. Nun sind Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der Kanadier Jeremy Hansen endlich unterwegs. Zehn Tage soll ihr Flug dauern, einmal um den Mond und zurück.
Trotz der Pannen bleibt der Moment historisch: Zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert steuert wieder eine Crew den Erdtrabanten an. Und wenn alles gut geht, wird „Artemis 2“ den Weg ebnen für die erste Mondlandung seit Apollo.


