Jahreswechsel

Was passiert 2026? Das sind die Vorhersagen von Baba Wanga und Nostradamus

Bienen, brennende Sterne und Außerirdische: Mit ihren Prophezeiungen blicken die beiden Seher in die Zukunft

Author - Stefan Doerr
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Michel de Nostredame (1503–1556), bekannt als Nostradamus, hinterließ düstere Prophezeiungen für 2026.
Michel de Nostredame (1503–1556), bekannt als Nostradamus, hinterließ düstere Prophezeiungen für 2026.Heritage Images/IMAGO

Was bringt 2026? Der Beginn eines neuen Jahres weckt in vielen Menschen Hoffnungen und Ängste mit Blick auf das, was sie in den nächsten zwölf Monaten erwartet. Während manche auf die Vorhersagen von Astrologen bauen, schwören andere auf die Schriften von Mystikern wie Nostradamus und Baba Wanga, um zu erfahren, welche guten oder auch schlechten Veränderungen das neue Jahr bringen könnte. Was sagen beide für 2026 voraus?

Nostradamus, Astrologe, Seher und Pestarzt des 14. Jahrhunderts, war auch als „Prophet des Unheils“ bekannt – was erahnen lässt, mit welcher Art von Vorhersagen der Franzose berühmt wurde. Sein Buch „Les Prophéties“ wurde 1555 veröffentlicht und erwähnt regelmäßig Kriege, Naturkatastrophen, Attentate, Atomangriffe und Revolutionen.

Allerdings beziehen sich Nostradamus’ Vorhersagen üblicherweise nicht auf bestimmte Jahre. Er verfasste sie als Sammlungen von jeweils 100 Strophen, die er „Jahrhunderte“ nannte. Für das Jahr 2026 betrachten wir also die 26. Strophe jeder dieser Sammlungen. Und darin trifft der Seher ganz besonders drastische Aussagen. In den Schriften des Wahrsagers ist von Blut, Bienen, brennenden Sternen und einem möglichen Wendepunkt die Rede.

„Der große Mann wird am helllichten Tag vom Blitz getroffen werden“, schreibt der Seher in einem Vers. Diese Vorhersage bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine prominente Person tatsächlich vom Blitz getroffen wird. Der „Blitz“ kann auch die Kugel eines Attentäters oder eine andere Form des Angriffs sein. Auch der Begriff „großer Mann“ ist mehrdeutig, da er jede Person bezeichnen kann, die in ihrem Arbeitsbereich hohes Ansehen genießt.

Seuche in der Toskana

Bei Nostradamus ist auch von einer „Seuche in der Toskana“ die Rede. Das weckt böse Erinnerungen an das Coronavirus. Norditalien war am Beginn der Covid-19-Pandemie sehr schwer betroffen, es gab viele Tote. Droht etwa eine neue Epidemie? Es gibt nämlich bereits das sogenannte Toskana-Virus, das durch Sandmücken übertragen wird. Es ist zwar nicht besonders tödlich, breitet sich aber immer weiter im Mittelmeerraum aus. Deutet diese Strophe darauf hin, dass dieses Virus künftig noch gefährlicher für die Menschheit wird?

Nostradamus hinterließ seine Vorhersagen in Versen.
Nostradamus hinterließ seine Vorhersagen in Versen.Imago/opale.photo

Bienenschwarm wird aufsteigen

„Ein großer Bienenschwarm wird aufsteigen, / sodass man nicht weiß, woher er kommt.“ Spricht diese Strophe von tatsächlichen Bienen oder Insekten? Oder ist sie eine metaphorische Anspielung auf ein modernes Phänomen – Drohnen? Letztere wurden in den jüngsten Kriegen und bewaffneten Konflikten häufig eingesetzt. Andere Interpreten mutmaßen, dass die Bienen Staatschefs verschiedener politischer Blöcke symbolisieren, die ihre Macht ausweiten wollen.

Eine weitere Prophezeiung des Sehers betrifft das Tessin, den südlichen Kanton der Schweiz an der Grenze zu Norditalien. Nostradamus beschreibt eine „Flut von Blut“ in der Region, die bekannt ist für ihre Naturschönheit, Seen und Gletscher. Exegeten verstehen die Passage als Hinweis auf mögliche neue Unruhen in Europa in den kommenden Jahren. Dieser Vers wurde als Metapher für einen möglichen großflächigen Konflikt in Europa interpretiert, insbesondere in Gebieten, die bereits mit politischer Instabilität und verstärkter militärischer Aktivität zu kämpfen haben.

Ein „brennender Stern“ als böses Omen?

In einem anderen Vers spricht Nostradamus von Feuer, das mehrere Nächte lang vom Himmel fällt. Außerdem taucht das Bild eines „brennenden Sterns“ auf, der sieben Tage lang am Himmel zu sehen sein soll. Die Deutungen dieser Aussagen sind unterschiedlich. Manche glauben, dass Nostradamus einen Kometen oder Meteoriteneinschlag beschreibt. Andere lesen diesen Vers als Beschreibung eines Ereignisses, das weltweit für Unruhe sorgt.

In Rupite in Bulgarien erinnert eine Statue an die Seherin Baba Wanga.
In Rupite in Bulgarien erinnert eine Statue an die Seherin Baba Wanga.Imago/Depositphotos

Als weitere Seherin hat Vangelia Gushterova (1911–1996), genannt Baba Wanga, schon mehrfach die Zukunft richtig vorausgesagt. Sie wurde in Bulgarien geboren. Im Alter von zwölf Jahren verlor sie während eines Sturms ihr Augenlicht, als sie von einer heftigen Windböe in die Luft geschleudert und zu Boden geworfen wurde. Ihre Familie fand sie einige Tage später schwer verletzt auf. Sie berichtete, dass sie in den Tagen ihres Verschwindens zum ersten Mal wieder sehen konnte.

Baba Wanga ist zwar schon fast 30 Jahre tot – aber ihr Vermächtnis als „Nostradamus des Balkans“ lebt weiter. Die legendäre bulgarische Mystikerin genoss das Vertrauen des sowjetischen Staatschefs Leonid Breschnew und machte sich in ganz Europa einen Namen, indem sie die Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine  1986, den Tod von Prinzessin Diana 1997 und die Anschläge vom 11. September 2001 in New York vorhersagte, wie ihre Anhänger behaupten.

Niedergang des Westens vorhergesagt

Offenbar wird 2026 laut der Vorhersage der Baba Wanga ein Jahr des Wandels, in dem alte Mächte untergehen und neue aufsteigen. Eine Interpretation besagt, dass sich das globale Machtzentrum 2026 nach Asien verlagern und China zur führenden Militär- und Wirtschaftsmacht der Welt aufsteigen wird.

Außerdem hat sie auf ein Jahr mit eskalierenden Konflikten hingewiesen. Wenn man den Verlauf der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, den sich anbahnenden Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha sowie die sogenannten Waffenstillstände im Gazastreifen und im Libanon betrachtet, scheint diese Vorhersage richtig zu sein. Wanga sagte allerdings auch weitere Konflikte auf dem europäischen Festland voraus – Ereignisse, die die Bevölkerung des Kontinents schließlich dezimieren werden, so die Mystikerin.

Eine andere Vorhersage der Hellseherin besagt, dass 2026 massive Erdbeben, heftige Vulkanausbrüche und extreme Wetterereignisse die Erde erschüttern werden. Sieben bis acht Prozent der Landfläche des Planeten werden heimgesucht werden, prophezeite Baba Wanga.

Baba Wanga hat sich auch intensiv mit außerirdischem Leben beschäftigt. Eine ihrer spektakulärsten Vorhersagen besagt, dass wir im Jahr 2026 mit außerirdischem Leben in Kontakt treten werden. Diese Vorhersage traf sie auch schon für frühere Epochen. Vielleicht ist es ja dieses Jahr tatsächlich so weit!