In ganz Deutschland wie auch in Berlin hat der Immobilienriese Vonovia tausende Wohnungen und steht oft in der Kritik. Auch, weil die Vonovia mit einer Welle von Klagen auf Mieterhöhungen in mehreren Städten vor Gericht gezogen ist. Und das oft zu Unrecht. Aktuelles Beispiel ist Dresden, wo Vonovia mit ihrer Klagewelle eine herbe Klatsche einstecken musste.
Vonovia verklagte fast 900 Mieter
Am Amtsgericht Dresden wurden rund 500 Verfahren verhandelt – und in vielen Fällen entschieden die Richter zugunsten der Mieter. Auslöser war eine groß angelegte Mietanpassung zum 1. April 2025. Der Dax-Konzern erhöhte bei tausenden Haushalten die Miete und begründete dies vor allem mit Energiekennwerten der Gebäude sowie Grünflächen am Haus, die „wohnwerterhöhend“ seien. Insgesamt verklagte der Konzern fast 900 Mieter, um die höheren Mieten durchzusetzen.

Mieterhöhung mit fadenscheinigen Argumenten?
Doch die Argumentation hielt vor Gericht häufig nicht stand. Der Mieterverein Dresden und Umgebung vermutet, dass dies selbst der Vonovia bewusst war. „Trotzdem hat man tausenden Mietern diese Mieterhöhung geschickt und natürlich Ängste und Sorgen ausgelöst und hat das in Kauf genommen, um Geld zu verdienen“, sagt Rechtsberater Florian Bau vom Mieterverein dem Sender MDR.


