Schlechte Nachrichten für ein Traditionsunternehmen aus Brandenburg. Hinter dem Fortbestand des Naturguts Köllnitz am Großen Schauener See in Storkow (Landkreis Oder-Spree) steht ein Fragezeichen. Wie der RBB berichtet, soll am Donnerstag das Insolvenzverfahren eröffnet werden.
Zur Firma gehören auch ein Restaurant und ein Hotel
Das Naturgut Köllnitz umfasst neben der Fischerei auch eine Räucherei, einen Hofladen, ein Restaurant sowie ein Hotel. Die Fischerei gilt als Herzstück des Betriebs: Der Fang wird direkt vor Ort verarbeitet und vermarktet. Der Geschäftsbetrieb läuft derzeit weiter.
Die Fischerei Köllnitz blickt auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück , schon seit dem frühen 13. Jahrhundert wird an diesem Standort gefischt.
Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, möglichst viele der 19 Arbeitsplätze zu sichern. Gesucht wird ein neuer Investor, der den Betrieb in seiner bisherigen Form erhält, inklusive Fischerei, Gastronomie, Manufaktur und Hotel.

Wie konnte es so weit kommen? Während in den Jahren 2017 und 2018 noch leichte Gewinne erzielt wurden, rutschte das Unternehmen ab 2020 deutlich in die Verlustzone. Allein 2020 belief sich der Fehlbetrag auf rund 267.000 Euro, ein Jahr später sogar auf mehr als 617.000 Euro. Das Eigenkapital schmolz vollständig dahin, die Verbindlichkeiten stiegen auf rund 1,85 Millionen Euro.


