Stiftung Warentest

Bleaching im Test: Diese Zahn-Aufheller aus dem Drogeriemarkt sind gut

Stiftung Warentest hat Bleaching-Produkte, also Zahnaufheller, zum Selberanwenden unter die Lupe genommen. Sechs von 13 Produkten überzeugen, einige schlagen sogar die Profibehandlung.

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Stiftung Warentest hat 13 Bleaching-Mittel für hellere Zähne getestet. Fast die Hälfte der Produkte hat überzeugt.
Stiftung Warentest hat 13 Bleaching-Mittel für hellere Zähne getestet. Fast die Hälfte der Produkte hat überzeugt.Murat Subatli/Panthermedia/Imago

Ein strahlendes Lächeln, wer möchte das nicht haben? Doch wie bekommt man das Hollywood-Lächeln, wenn Kaffee, Tee oder Rotwein über die Jahre Spuren hinterlassen haben? Die Stiftung Warentest hat sogenannte Bleaching-Mittel aus dem Drogeriemarkt und dem Internet gecheckt. Die gute Nachricht: Diese sind „oft sogar besser als ein teures Profi-Bleaching“, lautet das Urteil der Test-Experten.

Zahnaufhellung funktioniert, hat aber Risiken

Unter die Lupe genommen von Stiftung Warentest wurden insgesamt 13 Klebestreifen, Seren und Gele, die man bequem zu Hause anwenden kann. Die Preise reichen von rund 5 bis knapp 90 Euro. Die meisten Produkte setzen auf Wasserstoff- oder Carbamidperoxid. Durch eine chemische Reaktion entsteht aktiver Sauerstoff, der dunkle Farbmoleküle im Zahnschmelz entfärbt.

„Das funktioniert, ist aber nicht ohne Risiko“, warnt Warentest-Experte Tim Quinders. „Der Zahnschmelz kann dabei vorübergehend an Härte verlieren. Das erhöht das Risiko für Zahnschäden.“

Zwei Produkte bleichten zwar gut, bekamen aber wegen mangelnder Zahnschonung nur ein „Befriedigend“. Andere Mittel sind sanfter, liefern aber etwas weniger Aufhellung. Noch schonender sind klassische Weißmacher-Zahnpasten.

Bleichmittel für Zähne
Bleichmittel für ZähneStiftung Warentest

Die Sieger beim Zahn-Bleaching-Warentest

Insgesamt schneiden sechs von 13 Bleaching-Mitteln gut ab. Die besten Ergebnisse erzielten:
„Colgate Max White Overnight Whitening Serum“ (19,97 Euro, Note 1,9),
„Colgate Max White LED Whitening Kit“ (90 Euro, Note 2,0) und
„Uniquesmile Teeth Whitening Strips“ (19,90 Euro, Note 2,0)

Getestet wurden die Bleaching-Mittel übrigens an Zahnschmelzproben von Rindern. Deren Struktur und Chemie sind dem menschlichen Zahnschmelz sehr ähnlich.

Zu große Erwartungen sollte man an die Zahnaufheller jedoch nicht haben. „Mitteleuropäer haben von Natur aus eher gelblich-gräulichen Zahnschmelz, und Werbeversprechen wie ,Bis zu neun Töne heller‘ klingen gut, aber das Maximum an Aufhellung wird nicht immer erreicht“, erklärt Quinders. Außerdem braucht es Ausdauer: Manche Anwendungen dauern bis zu 21 Nächte.

Ob der Effekt so deutlich ist nach der Zahnaufhellung? Zumindest grundsätzlich soll Bleaching bei gesunden Zähnen funktionieren.
Ob der Effekt so deutlich ist nach der Zahnaufhellung? Zumindest grundsätzlich soll Bleaching bei gesunden Zähnen funktionieren.Andrey Popov/Panthermedia/imago

Fünf Dinge, die man beim Bleaching beachten sollte

Zahnarzt-Check vorab: „Bei Karies, undichten Füllungen oder freiliegenden Zahnhälsen können Bleichmittel tief in den Zahn vordringen und den Zahnnerv schädigen“, warnt Ralf Hausweiler von der Bundeszahnärztekammer.

Kronen und Füllungen werden nicht aufgehellt: Dadurch können Farbunterschiede entstehen, die gerade im vorderen Zahnbereich stören können.

Vorher reinigen: Am besten wird das Ergebnis, wenn Beläge und Zahnstein vorher durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden, so Hausweiler.

Nicht für alle geeignet: Kinder, Schwangere und Stillende sollten verzichten.

Empfindliche Zähne danach? Dann hilft laut Zahnärzten ein höher dosiertes Fluorid-Gel.

Die vollständigen Testergebnisse gibt es in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest oder unter test.de/zahnbleaching.