Kindersitze fürs Auto kommen bei Stiftung Warentest laufend auf den Prüfstand, die meisten sind in Ordnung oder schneiden zumindest mit „befriedigend“ ab. Doch aus ihrem derzeit laufenden Test von Autokindersitzen schlagen die Warentester Alarm. Acht der Kindersitze hatten im Crashtest gravierende Sicherheitsmängel aufgewiesen. Darunter waren sieben Produkt-Klone, die bereits im vergangenen Jahr schon durchgefallen waren.
Diese Autokindersitze sind gefährlich
„Für Kinder, die in diesen Sitzen unterwegs sind, besteht im Ernstfall Lebensgefahr“, warnt Stiftung Warentest. Bei acht Modellen stellten die Experten erhebliche Sicherheitsmängel fest. Sieben davon seien baugleiche Kindersitze des Reecle 360 (ZA 10 i-Size). Vor diesem Modell hatten die Warentester bereits vergangenen Herbst gewarnt. Eltern könnten anhand der Zulassungsnummer prüfen, ob ihr Modell des Kindersitzes betroffen ist. Die Zulassungsnummer lautet: E8 0313715.

„Schon im damaligen Test riss die Sitzschale in rückwärtsgerichteter Position beim simulierten Frontalaufprall von ihrer Basis und schleuderte mitsamt Testdummy durch die Prüfkarosse“ informiert Stiftung Warentest. Die Klone des Modells versagten alle auf eine vergleichbare Weise. Sie werden laut Warentest unter verschiedenen Markennamen überwiegend im Online-Handel angeboten. Sie haben jedoch dieselbe Zulassungsnummer.
Auch die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 plus Basisstation Mink FX2 fiel beim Frontalcrash durch: Auch sie riss von der Basis ab. Die Stiftung Warentest rät ausdrücklich vom Kauf und weiteren Gebrauch dieser Sitze ab.

Was tun, wenn man einen gefährlichen Kindersitz hat?
Sie haben eines dieser Autokindersitz-Modelle gekauft? Warentest rät, diesen ab sofort nicht mehr zu nutzen und sich an den Anbieter zu wenden. Wie die Experten berichten, würde Kinderkraft für die Babyschale Mink Pro 2 einen kostenlosen Umtausch oder eine vollständige Rückerstattung anbieten (safety@kinderkraft.com). Der Hersteller der Klon-Sitze, die chinesische Firma Yangzhou Lettas Baby Product CO., LTD, würde auf sein Kundenserviceteam verweisen.
Sarah Vasconi, Expertin der Stiftung Warentest: „Dass ein und derselbe unsichere Sitz im Handel unter verschiedenen Markennamen verkauft wird, mit unterschiedlichen Bezügen und auf verschiedenen Verkaufsplattformen, macht es für Eltern extrem schwer, ihn zu erkennen und zu meiden.“
