Hamburg

Mann reißt Frau vor einfahrende U-Bahn – beide tot

Tödlicher Vorfall in Hamburg: Zwei Menschen sterben im U‑Bahnhof Wandsbek-Markt. Polizei ermittelt wegen eines möglichen Gewaltverbrechens.

Author - Stefan Henseke
Teilen
Einsatzkräfte der Polizei am U-Bahnhof Wandsbek Markt: Nachdem in Hamburg zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden und gestorben sind, ermittelt die Mordkommission.
Einsatzkräfte der Polizei am U-Bahnhof Wandsbek Markt: Nachdem in Hamburg zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden und gestorben sind, ermittelt die Mordkommission.Fabian Höfig/NEWS5/dpa

Fürchterliches Drama in der Hamburger U-Bahn: Am Donnerstagabend kam es im U‑Bahnhof Wandsbek-Markt zu einem tödlichen Vorfall. Zwei Menschen wurden von einer einfahrenden U‑Bahn erfasst und kamen dabei ums Leben.

Nach U-Bahn-Drama: Die Mordkommision ermittelt

Nach Angaben der Polizei standen der Mann und die Frau zunächst getrennt voneinander an der Bahnsteigkante. Kurz vor Einfahrt des Zuges soll der Mann die Frau gepackt haben. Beide stürzten daraufhin  auf die Gleise und waren offenbar sofort tot. Die Ermittler prüfen ein mögliches Tötungsdelikt. Die Mordkommission LKA 41 hat den Fall übernommen.

Die Identität der Opfer ist noch unklar. Auch das Motiv liegt bislang im Dunkeln. Zeugen wurden seelsorgerisch betreut.

Rettungskräfte versuchten zunächst, die Waggons auseinanderzuziehen, um zu den Abgestürzten zu gelangen. Als feststand, dass beide tot waren, wurden die Maßnahmen eingestellt. Die Leichname blieben für die Spurensicherung im Gleisbett.

Videos zeigen die Attacke im U-Bahnhof

Überwachungsvideos stützen nach Polizeiangaben den Verdacht eines Gewaltverbrechens. Die Aufnahmen zeigen, dass beide den Bahnhof unabhängig voneinander betraten. Unmittelbar bevor der Zug einfuhr, soll der Mann die Frau gepackt und gemeinsam mit ihr vor die U-Bahn gesprungen sein.

Der Vorfall führte zu erheblichen Einschränkungen im U‑Bahn-Verkehr. Die Hochbahn sperrte die U1 zwischen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt bis zum Betriebsende. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Zum morgendlichen Pendlerverkehr sollte die Strecke wieder freigegeben werden.