Der Volkswagen-Konzern steckt in schwierigen Zeiten. Der Gewinn des Autobauers ist im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen. Für viele Beschäftigte in Deutschland bedeutet das vor allem eines: neue Sorgen um ihre Jobs.
Konzern plant 50.000 Stellenstreichungen in Deutschland
Wie der Konzern mitteilte, fiel der Nettogewinn auf 6,9 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang um fast die Hälfte und zugleich das schwächste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016.
Nach Angaben des Unternehmens sollen deshalb bis 2030 rund 50.000 Stellen im Volkswagen-Konzern in Deutschland wegfallen. Bereits Ende 2024 hatte sich das Unternehmen mit den Gewerkschaften auf den Abbau von 35.000 Stellen bei der Kernmarke VW geeinigt. Nun wird klar: Der Sparkurs dürfte noch weitreichender werden.

VW-Chef Oliver Blume kündigte den weiteren Stellenabbau in einem Schreiben an die Aktionäre an. Finanzvorstand Arno Antlitz machte gleichzeitig deutlich, dass der Konzern die Kosten weiter senken will. „Wir werden unsere Kosten konsequent reduzieren“, erklärte er.
US-Zölle und Probleme bei Porsche
Der Autobauer sieht mehrere Gründe für den massiven Gewinneinbruch. Besonders belastet haben laut Unternehmen US-Zölle sowie Probleme bei der Tochter Porsche.
Für das laufende Jahr rechnet Volkswagen deshalb zunächst nur mit einer Rendite zwischen 4,0 und 5,5 Prozent. Finanzchef Antlitz machte klar: Dieses Niveau reicht langfristig nicht aus, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Absatz schwächelt in wichtigen Märkten
Während der Gewinn stark zurückging, blieb der Umsatz des Konzerns mit rund 322 Milliarden Euro im Jahr 2025 weitgehend stabil. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das lediglich einem Minus von 0,8 Prozent.
Auch bei den Verkaufszahlen zeigt sich ein gemischtes Bild. In Europa konnte Volkswagen seine Verkäufe um fünf Prozent steigern, in Südamerika sogar um zehn Prozent. In anderen wichtigen Märkten lief es dagegen schlechter: In Nordamerika gingen die Verkäufe um zwölf Prozent zurück, in China um sechs Prozent.

