Ein mutmaßlicher Terrorplan in Berlin beschäftigt jetzt die Justiz: Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen inzwischen 23 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen erhoben.
Diese Taten werden dem Beschuldigten vorgeworfen
Ihm werden in einem Fall die Vorbereitung einer terroristischen Straftat und die Terrorismusfinanzierung sowie in vier Fällen das Verbreiten von Propagandamitteln terroristischer Organisationen vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.
Juden und „Ungläubige“ sollten Opfer werden
Der Beschuldigte befindet sich seit seiner Festnahme am 1. November 2025 in Untersuchungshaft. Bei Durchsuchungen wurden bei ihm mehrere Beweismittel sichergestellt. Nach den Ermittlungen soll er spätestens seit März 2025 beschlossen haben, aus radikal-islamistischer Gesinnung einen terroristischen Anschlag in Berlin zu verüben, dem vor allem in Berlin lebende Juden sowie seiner Ansicht nach „Ungläubige“ zum Opfer fallen sollten.
Im Zusammenhang damit soll er sich auf Internetplattformen wie TikTok über Ansichten zum Märtyrertum und zum sogenannten Dschihad informiert haben. Er soll sich auf diesem Weg auch über den Bau einer Sprengvorrichtung informiert und sich mit einem unbekannt gebliebenen Gesprächspartner über den geplanten Anschlag ausgetauscht haben.
Bau einer Spreng- und Brandvorrichtung geplant
Daraufhin soll der Angeschuldigte ein Messer und im Internet mehrere Gegenstände erworben haben, die mutmaßlich zum Bau einer Spreng- und Brandvorrichtung geeignet sind. Er soll geplant haben, mit dem Messer möglichst viele jüdische Personen und Nichtmuslime zu töten und dann einen Selbstmordanschlag mit einem Sprengstoffgürtel zu verüben.
Ihm wird außerdem vorgeworfen, im März und Oktober 2025 in sozialen Medien Videos veröffentlicht zu haben, die mit Naschids genannten Liedern und Hymnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterlegt waren. Sie dienen den Angaben zufolge der politischen Mobilisierung und werden häufig von der offiziellen Medienstelle des IS oder anderen ausländischen terroristischen Vereinigungen herausgegeben.


