Was ist bloß los in Berlin? Beinahe jede Nacht kommt es zu gewalttätigen Überfällen mit Schusswaffen oder Messern. Auch in der verregneten Nacht zu Montag kam es nun in Wedding zu einer Messerstecherei. Was bisher bekannt ist.
Messerstecherei in der Genterstraße
Unser KURIER-Nachtreporter berichtet: Kurz nach 1 Uhr in der Nacht zu Montag kam es in der Genterstraße (Wedding) offenbar zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Dabei wurden drei Personen teilweise schwer verletzt. Eine Person erlitt bei dem Streit wohl eine Stichverletzung durch ein Messer.
Zwei Notärzte und drei Rettungswagen waren an der Einsatzstelle, um die Verletzten zu versorgen – sie wurden anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach derzeitigem Stand soll sich glücklicherweise niemand in Lebensgefahr befinden.

Laut ersten Angaben der Polizei wurden mehrere Verdächtige bereits festgestellt, wobei noch nicht sicher ist, ob es wirklich die Täter waren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Mehr als 3000 Messerangriffe pro Jahr in Berlin
Wie aus der Kriminalstatistik 2025 für Berlin hervorgeht, haben nicht nur die Schusswaffendelikte, sondern auch die Messerattacken in der Hauptstadt zugenommen: 3599 Fälle im Bereich „Messerangriff“ wurden registriert – das macht ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2024.
Etwa die Hälfte waren Drohungen. Von den 1906 Verdächtigen, die ermittelt werden konnten, waren 86 Prozent männlich und 56 Prozent mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit. Im Dezember ist fünf Menschen im Rahmen eines Pilotverfahrens das Tragen eines Messers verboten worden. In weiteren 26 Fällen werde ein Trageverbot geprüft.

„Sicherheit in einer wachsenden Metropole wie Berlin bleibt eine Daueraufgabe“, sagte die Innensenatorin Iris Spranger dazu. „Unser Anspruch ist klar: Alle Menschen in dieser Stadt sollen sich im Alltag, in ihren Kiezen und im öffentlichen Raum sicher fühlen.“

