Immer wieder nehmen Betrüger via WhatsApp Kontakt mit ihren Opfern auf. dpa

Die Polizei im Osten Mecklenburg-Vorpommerns hat erneut vor Trickbetrügern per WhatsApp gewarnt. Wie eine Polizeisprecherin am Montag in Neubrandenburg sagte, ist eine 70-jährige Frau in der Region Greifswald Opfer solch einer Masche geworden.

Unbekannte hätten ihr vor wenigen Tagen eine Messengernachricht geschickt, in der sie sich als Tochter ausgaben, die ein neues Mobiltelefon und somit auch eine neue Handynummer habe. Kurze Zeit später habe die angebliche Tochter die Seniorin um zwei Überweisungen gebeten, da das Onlinebanking mit dem neuen Handy noch nicht klappe.

Schwindel mit Fake-Nachrichten

Die 70-Jährige überwies in mehreren Schritten etwa 5000 Euro und schickte den Betrügern sogar Bilder davon. Diese bedankten sich per WhatsApp. Am Wochenende telefonierte die Seniorin dann mit der echten Tochter, die überrascht war und gar kein neues Handy hatte. Inzwischen waren alle Daten gelöscht worden.

Auf ähnliche Weise gingen Betrüger auf der Insel Rügen vor, wo einer 60-Jährigen die gleiche Masche mit einem angeblichen Sohn erlebte. Dieser bat nach einigen Internet-Nachrichten auch um eine Überweisung, schickte aber zwei Banknummern. Als die Rentnerin per Festnetz den echten Sohn anrief, um das Nummernproblem zu klären, flog der Schwindel auf. Schon im Juli hatte die Polizei ähnliche Fälle an der Seenplatte aufgenommen. Dort verloren zwei ältere Männer mehrere tausend Euro.