Ganz ehrlich, was soll die Scheiße? Am Samstagabend gewann der Pariser Fußballverein Paris Saint-Germain gegen den englischen Verein FC Arsenal die Champions League und holte sich den Pokal zum zweiten Mal in Folge. Und die französische Hauptstadt steht wieder in Flammen.
Eskalationen nach dem Spiel müssen doch nicht sein
Ich kann es beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich bin kein Fußball-Fan und kenne mich mit dem Ballsport überhaupt nicht aus. Es ist durchaus möglich, dass ich dem ein oder anderen Fan auf den Schlips trete, aber ich kann absolut nicht begreifen, warum es beim Fußball immer zu Eskalationen kommen muss.

Reihenweise Autos, Fahrräder und andere Gegenstände wurden gestern nach dem Sieg in Paris angezündet. Hunderten Menschen wird das Leben dadurch schwer gemacht, man bringt sie vielleicht sogar in finanzielle Notlagen und schürt Angst. Und das Ganze nur, weil eine Fußball-Mannschaft gewonnen hat? Ich bitte euch.
Selbst ich kriege mit, dass es häufig zu Prügeleien und Gewalttaten im Fußball kommt. Aber was soll das Ganze eigentlich bezwecken? Für mich sind es arme, aggressive Vollidioten, die meinen, dass ein Sieg oder eine Niederlage automatisch mit Gewalt enden muss.
Das Spiel habe ich gestern so halb im Fernsehen verfolgt. Bis zum Elfmeterschießen war es recht unspektakulär. Mein Freund prophezeite noch vor dem Sieg: „Egal, ob Paris gewinnt oder nicht, die Stadt wird heute brennen.“ „Wieso?“, habe ich gefragt. „Wieso muss es immer Gewalt sein? Ich wette, dass keiner der Fußballer so etwas gut findet.“
Fußball-Krawalle bringen den Verein nicht weiter
Die Diskussion hatten mein Partner und ich schon öfter. Er liebt Fußball, ich nicht. Weil er genau weiß, wie ich zu den Hobby-Prügel-Idioten und dem ständigen Pyro-Ärger während und nach den Spielen stehe, sagte er und lachte: „Du wirst es nie verstehen.“



