Hertha BSC gewinnt auch das zweite Testspiel.9:0 (3:0) gegen Oberligist Lichtenberg 47. Rund 4300 Fans im Zoschke-Stadion sahen einen souveränen Sieg der Blau-Weißen. Doch einer spielte wieder nicht: Torwart Tjark Ernst (23). Der Poker läuft im Hintergrund weiter auf Hochtouren. Feyenoord Rotterdam ist der Hauptfavorit, auch Celtic Glasgow, VfL Wolfsburg und jetzt auch Borussia Mönchengladbach sind noch im Rennen.
Ernst wieder nur Stadionbesucher
Eigentlich sollte Ernst am Mittwochabend in Lichtenberg wieder im Tor stehen und sich den Test mit Ersatzkeeper Marius Gersbeck teilen. So hatte es Trainer Stefan Leitl angekündigt. Doch der Keeper war nicht im Aufgebot, war nur als Stadionbesucher da - wie schon vergangenen Sonnabend beim 15:0-Test beim Frohnauer SC. Für ihn stand Tim Goller im Tor.
Die Anzeichen verdichten sich, dass Ernst kurz vor dem Wechsel steht. Hertha verlangt 5 Millionen Euro Ablöse, so wie es in der Ausstiegsklausel für diesen Sommer drinsteht. Doch die Klubs schachern um den Preis für Ernst.
Hertha schießt sich nach 30 Minuten warm
Und was passierte auf dem Rasen? Auch Stürmer Luca Schuler (fällt wegen Adduktorenproblemen länger aus), Leon Jensen und Verteidiger Marton Dardai fehlten wegen Belastungssteuerungen. Hertha dominierte erwartungsgemäß und setzte zum Dauer-Pressing an, doch das erste Tor fiel erst in der 33. Minute.
Julian Eitschberger zog aus spitzem Winkel zum 1:0 ab. Acht Minuten traf Kevin Sessa aus 20 Metern zum 2:0 ab. Danach legte Jung-Stürmer Niklas Hildebrandt zum 3:0 (44.) nach.

Stürmer Grönning mit Dreierpack
Zur Pause wechselte Hertha-Trainer Stefan Leitl fast komplett durch, nur Soufian Gouram spielte weiter. Und der bediente in der 69. Minute Stürmer Sebastian Grönning mit starkem Steilpass. Der Däne traf eiskalt zum 4:0. Der fünfte Treffer war ein Eigentor des Lichtenbergers Timo Schroeder (77.). Danach erhöhten Grönning auf 6:0 (79.). Todorovic (87.) und Winkler (89.) und wieder Gröning auf 9:0.
Trainer Stefan Leitl war zufrieden: „Die Jungs haben jetzt ein paar Trainingseinheiten in den Knochen, machen aber immer weiter, wollen Tore schießen. Deshalb nehme wir jedes Tor gerne mit.“
So spielte Hertha BSC in der 1. Halbzeit: Gersbeck – Eitschberger, Gechter, Diallo, Christensen – Sessa, Gouram, Todorovic – Ndi, Hildebrandt, Brekalo


