Es gab einige ehemalige Spieler von Hertha BSC, die bei dieser WM dabei waren. Aber wirklich nicht sehr lange. Selbst Matheus Cunha schied mit Brasilien im Achtelfinale gegen Norwegen aus. Doch einer lebt seinen WM-Traum weiter – ausgerechnet Dodi Lukebakio (28). Es ist ein Wunder, denn im November 2025 hatte er sich noch den linken Knöchel gebrochen. Jetzt steht er am Freitag (21 Uhr) mit Belgien im Viertelfinale gegen Spanien.
Belgien im Aufwärtstrend bei der WM
WM-Gastgeber USA wurde im Achtelfinale mit 4:1 aus dem eigenen Stadion gefegt. Mittendrin Flügelstürmer Lukebakio. Der kommt jetzt wie das ganze belgische Team bei diesem Turnier erst richtig in Fahrt. Es gibt einen erstaunlichen Push in dieser Mannschaft.
Durch die Vorrunde quälten sich die Roten Teufel: Erst ein 1:1 gegen Ägypten, dann ein 0:0 gegen Iran, nur eine Torexplosion beim 5:1 gegen Neuseeland rettete Gruppenplatz 1. Im Sechszehntelfinale lagen die Belgier gegen Senegal lange 0:2 zurück und retten sich mit einem Last-Minute-Doppelpack in die Verlängerung und siegten am Ende 3:2.
Lukebakio brach sich im November 2025 den Knöchel
Das Glücksgefühl hat neue Kräfte freigesetzt. Und Lukebakio atmet es ein. Denn für ihn ist es die erste WM in seiner Karriere. Dass er überhaupt dabei ist, grenzt an ein Wunder. Im November 2025 brach er sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein den linken Knöchel, musste operiert werden. Vom Krankenbett sendete der gläubige Christ via Instagram eine Botschaft. Danach kämpfte er über drei Monate für sein Comeback bei seinem jetzigen Klub Benfica Lissabon.
Er musste schnell nach der schweren Verletzung wieder auf 100 Prozent Fitness kommen, um auf dem WM-Zug springen zu können. Als der WM-Kader bekannt wurde, war Lukebakio nur noch glücklich: „Ich bin so froh, Teil dieser Mannschaft zu sein, die zur WM fährt.“
Lukebakio wurde 2022 kurz vor WM-Start ausgebootet
Kein Wunder! 2022, als er noch bei Hertha BSC spielte, stand er schon mal kurz davor, für die Weltmeisterschaft in Katar nominiert zu werden. Doch der frühere belgische Nationaltrainer Roberto Martinez bootete ihn kurz vor dem WM-Start völlig überraschend aus. Der Flügelstürmer war am Boden zerstört und musste von Herthas Ex-Trainer Sandro Schwarz tagelang getröstet werden.
Der Frust war dann aber schnell verflogen, weil sich Belgien mit einer überalterten Mannschaft völlig blamierte und schon in der Vorrunde rausflog. Martinez wurde gefeuert und sein Nachfolger Domenico Tedesco lud Lukebakio wieder regelmäßig zur Nationalelf ein. Dodi war dann bei der EM 2024 in Deutschland dabei. Damals noch als Joker. Der jetzige Belgien-Coach Rudi Garcia setzt dagegen mehr auf den Ex-Herthaner, der 2023 für 10 Millionen Euro zum FC Sevilla verkauft wurde und jetzt bei Benfica Lissabon spielt.




