Was ist der virale Hit des Sommers im Internet? Die Fußball-WM hat ihn bisher nicht hervorgebracht. Aufreger-Szenen wegen des VAR um Superstars wie Lionel Messi und Kylian Mbappé? Kennen wir schon! Vielleicht der sympathische Wikinger-Titan Erling Haaland, der beim Norweger-Rudern auf die Pauke haut? Auch nicht! Nein, die US-Basketballerin Sophie Cunningham (29) stiehlt bei Facebook, TikTok, Instagram und X den WM-Stars die Show. Ein Finger. Ein Blick. Kein Wort. Und das Internet dreht seit zweieinhalb Wochen durch.
Die Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre hatten so manchen Hype im Internet ausgelöst. Der Biss des uruguayischen Stürmers Luis Suarez bei der WM 2014 ging um die Welt. Der Auftritt des egozentrischen türkischen Kochs Salt Bae nach dem WM-Finale 2022 wurde zum Kult. Und jetzt? So eine Kettenreaktion gibt es bisher nicht. Doch mitten während der WM hat ausgerechnet eine Basketballerin den Internet-Moment ihres Lebens.
Der Cunningham-Fingerzeig im Video
While not following WNBA (clown show), this woman Sophie Cunningham warrants attention for her faith and fortitude to stand for it in the lion’s den, and against bullies targeting Caitlin Clark. Her pointing became a viral meme and was even used by the White House. She is the… https://t.co/ZwnqeBnpvf pic.twitter.com/ASzDE0jD9i
— Yvonne Kinoshita Ward ✝️ 🇺🇸 🇮🇱 (@KinoshitaWard) July 4, 2026
Sophie Cunningham von den Indiana Fever ist seit dem 22. Juni nach einem WNBA-Spiel gegen die Phoenix Mercury die Netz-Sensation. Während einer hitzigen Szene stellte sie sich vor ihre Teamkollegin Caitlin Clark. Dann kam diese Geste: Cunningham hob den Zeigefinger und zeigte fast 20 Sekunden lang auf ihre Gegenspielerin DeWanna Bonner, mit schrägem Blick und sagte dabei kein Wort.
Genau daraus machte das Internet einen Welthit. Auf TikTok, Instagram und X entstanden innerhalb kürzester Zeit unzählige Varianten. Menschen nutzten den Fingerzeig für ihren Alltag: für Streits, Ausreden, Arbeit, Familie und alles, was man mit einem einzigen „Ich weiß genau, wer es war“ ausdrücken kann.

„Zum Glück hatte ich meine Nägel machen lassen“
Cunningham nimmt den viralen Wahnsinn mit Humor: „Zum Glück hatte ich meine Nägel machen lassen. Wahrscheinlich war das die dümmste Aktion meines Lebens.“ Genau das Gegenteil ist der Fall. Aus dem Bauch heraus mit dem Fingerzeig zur Weltberühmtheit.
Die 1,85 Meter große blonde Basketballerin ist ziemlich clever: „Es hat so gut funktioniert, weil ich buchstäblich kein einziges Wort gesagt habe. Ich hatte nicht vor, dass das derart explodiert. Aber das Internet macht eben, was das Internet macht.“
Menschen stellen die Szene nach im Büro, in der Küche, überall. Es ist zum Symbol für einen Satz geworden: „Ich kenne den Schuldigen und zeige ihn ohne Diskussion!“ Doch der Hype geht immer weiter. Leute greifen die Szene auf und lassen ihre Kreativität spielen und basteln neue Fotomontagen.



