Fingerzeig geht um die Welt

So hängt eine US-Basketballerin die WM-Stars im Internet ab

Die US-Basketballerin Sophie Cunningham löst mit einer kuriosen Fingerzeig-Szene einen Internet-Hype aus. Und das mitten während der Fußball-WM.

Author - Wolfgang Heise
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US-Basketballerin Sophie Cunningham landete mit ihrer Fingerzeig-Geste den viralen Hit des Sommers. Zahlreiche Memes entstanden. Die berühmteste Foto-Montage: Cunningham als Freiheitsstatue.
US-Basketballerin Sophie Cunningham landete mit ihrer Fingerzeig-Geste den viralen Hit des Sommers. Zahlreiche Memes entstanden. Die berühmteste Foto-Montage: Cunningham als Freiheitsstatue.x.Com

Was ist der virale Hit des Sommers im Internet? Die Fußball-WM hat ihn bisher nicht hervorgebracht. Aufreger-Szenen wegen des VAR um Superstars wie Lionel Messi und Kylian Mbappé? Kennen wir schon! Vielleicht der sympathische Wikinger-Titan Erling Haaland, der beim Norweger-Rudern auf die Pauke haut? Auch nicht! Nein, die US-Basketballerin Sophie Cunningham (29) stiehlt bei Facebook, TikTok, Instagram und X den WM-Stars die Show. Ein Finger. Ein Blick. Kein Wort. Und das Internet dreht seit zweieinhalb Wochen durch.

Die Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre hatten so manchen Hype im Internet ausgelöst. Der Biss des uruguayischen Stürmers Luis Suarez bei der WM 2014 ging um die Welt. Der Auftritt des egozentrischen türkischen Kochs Salt Bae nach dem WM-Finale 2022 wurde zum Kult. Und jetzt? So eine Kettenreaktion gibt es bisher nicht. Doch mitten während der WM hat ausgerechnet eine Basketballerin den Internet-Moment ihres Lebens.

Der Cunningham-Fingerzeig im Video

Sophie Cunningham von den Indiana Fever ist seit dem 22. Juni nach einem WNBA-Spiel gegen die Phoenix Mercury die Netz-Sensation. Während einer hitzigen Szene stellte sie sich vor ihre Teamkollegin Caitlin Clark. Dann kam diese Geste: Cunningham hob den Zeigefinger und zeigte fast 20 Sekunden lang auf ihre Gegenspielerin DeWanna Bonner, mit schrägem Blick und sagte dabei kein Wort.

Genau daraus machte das Internet einen Welthit. Auf TikTok, Instagram und X entstanden innerhalb kürzester Zeit unzählige Varianten. Menschen nutzten den Fingerzeig für ihren Alltag: für Streits, Ausreden, Arbeit, Familie und alles, was man mit einem einzigen „Ich weiß genau, wer es war“ ausdrücken kann.

Sophie Cunningham von Indiana Fever gehört zu den populärsten US-Basketballerinnen der WNBA.
Sophie Cunningham von Indiana Fever gehört zu den populärsten US-Basketballerinnen der WNBA.imago/Jevone Moore/Icon Sportswire

„Zum Glück hatte ich meine Nägel machen lassen“

Cunningham nimmt den viralen Wahnsinn mit Humor: „Zum Glück hatte ich meine Nägel machen lassen. Wahrscheinlich war das die dümmste Aktion meines Lebens.“ Genau das Gegenteil ist der Fall. Aus dem Bauch heraus mit dem Fingerzeig zur Weltberühmtheit.

Die 1,85 Meter große blonde Basketballerin ist ziemlich clever: „Es hat so gut funktioniert, weil ich buchstäblich kein einziges Wort gesagt habe. Ich hatte nicht vor, dass das derart explodiert. Aber das Internet macht eben, was das Internet macht.“

Menschen stellen die Szene nach im Büro, in der Küche, überall. Es ist zum Symbol für einen Satz geworden: „Ich kenne den Schuldigen und zeige ihn ohne Diskussion!“ Doch der Hype geht immer weiter. Leute greifen die Szene auf und lassen ihre Kreativität spielen und basteln neue Fotomontagen.

Die Fotomontage von Sophie Cunningham als Freiheitsstatue wird jetzt als T-Shirt verkauft.
Die Fotomontage von Sophie Cunningham als Freiheitsstatue wird jetzt als T-Shirt verkauft.Etsy

Cunningham als Freiheitsstatue

Die bekannteste: Sophie Cunningham als Freiheitsstatue. Die Basketballerin selbst hat es geadelt: „Die Freiheitsstatue ist mein Favorit. Ich finde, wir sollten die Statue eigentlich austauschen. Ich glaube, inzwischen postet das jeder auf der ganzen Welt.“

Es wird nicht nur gepostet: Das Motiv wird jetzt sogar schon als T-Shirt produziert und alle wollen es. Und die WM? Sie wartet weiter auf ihren ultimativen viralen Hit. Vielleicht wird es ja das KI-generierte Video, in dem US-Präsident Donald Trump seinem Freund, dem Fifa-Boss Gianni Infantino erklärt, dass US-Nationalspieler Folarin Balogun doch nicht wegen einer Roten Karte gesperrt werden darf …