Hertha BSC

Das schlummernde Hertha-Problem: 16 Profi-Verträge laufen 2027 aus

Noch geht es bei Hertha um die Kaderplanung für die Saison 2026/27. Spätestens ab Herbst geht es  um die neue Spielzeit und das wird richtig knifflig.

Author - Wolfgang Heise
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Sportdirektor Benjamin Weber redet auf dem Hertha-Trainingsplatz mit Deyovaisio Zeefuik  Spätestens ab Herbst muss es Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben.
Sportdirektor Benjamin Weber redet auf dem Hertha-Trainingsplatz mit Deyovaisio Zeefuik Spätestens ab Herbst muss es Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben.IMAGO/O.Behrendt

Wer geht noch, wer kommt noch? Das sind die heißesten Sommerfragen bei Hertha BSC. Die blau-weiße Mannschaft ist im Totalumbruch. Elf Spieler sind weg. Trainer Stefan Leitl hat momentan gerade mal 24 Mann und braucht noch ein paar Neuzugänge. Doch eine Sache wird Sportdirektor Benjamin Weber und Kaderplaner Sebastian Huber spätestens im Herbst beschäftigen. Da rollt nämlich ein schlummerndes Problem heran. Es geht um die Vertragslaufzeiten der Spieler.

Zweidrittel des Teams haben Vertrag nur bis Saisonende

Mini-Kader und bei 16 Spielern laufen die Verträge im nächsten Sommer aus. Das sind Zwei-Drittel der bisherigen Mannschaft. Torwart Tjark Ernst steht kurz vor der Verpflichtung bei Feyenoord Rotterdam, Verteidiger Linus Gechter gilt als Wechselkandidat, genau wie Flügelstürmer Marten Winkler. Die drei könnten noch in dieser Transferperiode verkauft werden. Das bringt wenigstens noch Geld…

Routinier Paul Seguin hat bei Hertha BSC auch nur noch einen Vertrag bis Juni 2027.
Routinier Paul Seguin hat bei Hertha BSC auch nur noch einen Vertrag bis Juni 2027.IMAGO/Michael Taeger

Doch das Problem: Zum 30. Juni 2027 laufen auch die Verträge von Deyo Zeefuik, Paul Seguin, Julian Eitschberger, Niklas Kolbe, Leon Jensen, Kevin Sessa, Jon Thorsteinsson, Gustav Christensen, Luca Schuler, Sebastian Grönning, Marius Gersbeck, Selim Telib, Soufian Gouram aus.

Bei Josip Brekalo gibt es immerhin eine Option einer Vertragsverlängerung um ein Jahr. Schaut man sich die Namen an: Mindestens die Hälfte dieser 13 Spieler sind eigentlich als Stammspieler eingeplant.

Ab Herbst muss Hertha mit Spielern verlängern

Und damit beginnt die große Herausforderung: Wenn die Mannschaft dann endgültig nach geschlossenem Transferfenster Ende August steht, müssen sich Trainer Leitl, Sportdirektor Weber und Scoutchef Huber in den darauffolgenden Monaten entscheiden, wer noch in Zukunft für Hertha spielen soll.

Und dann müssen schnell Vertragsverlängerungen für diese Spieler her. Ob diese Profis dann wollen, ist dabei die andere Frage. Das wird auch vom Tabellenplatz der Blau-Weißen im Herbst abhängen.

Bei anderen könnte man sich für einen Verkauf im Winter entscheiden. Die schlechteste Option wäre: Vertrag bis Sommer auslaufen lassen und die Profis gehen ablösefrei, wie in diesem Sommer Michal Karbownik, den Hertha behalten wollte. Der Pole verlängerte nicht und ging zum türkischen Erstligisten FK Basaksehir und Hertha sah keinen Cent. Der Kaderumbruch wird zum Poker-Marathon über die ganze Saison.