Chaos bei 1860 München

Bitter! Niederlechner und Volland droht der totale Löwen-Absturz

Ex-Herthaner Florian Niederlechner und Ex-Unioner Kevin Volland gingen 2025 zurück zu ihrem Heimatverein 1860 München. Jetzt droht dem Klub der Total-Absturz.

Author - Wolfgang Heise
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Ex-Unioner Kevin Volland und Ex-Herthaner Florian Niederlechner gingen 2025 zurück zu ihrem Heimatverein TSV 1860 München. Jetzt droht dem Klub der Total-Absturz.
Ex-Unioner Kevin Volland und Ex-Herthaner Florian Niederlechner gingen 2025 zurück zu ihrem Heimatverein TSV 1860 München. Jetzt droht dem Klub der Total-Absturz.IMAGO/N.Sonntag

Früher als Spieler der Stadtrivalen Hertha BSC und 1. FC Union getrennt, jetzt im Chaos beim Drittligisten TSV 1860 München vereint. Die beiden Stürmer-Oldies Florian Niederlechner (35) und Kevin Volland (33) wollten ihre Karriere bei ihrem Heimatverein 1860 ausklingen lassen. Doch der Traditionsklub aus München steht wieder mal am Abgrund. Es droht der Zwangsabstieg, auch die Gehälter sind in Gefahr.

Investor Ismaik zog Darlehen bei 1860 München zurück

Niederlechner und Volland unterschrieben vergangenen Sommer einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Löwen und wollten ihren Herzensverein zurück in die Zweite Liga verhelfen. Daraus wurde nichts – nur Platz 8. Mit dem Aufstiegsrennen hatte 1860 nichts zu tun. Dann vielleicht in der nächsten Saison? Die Hoffnung hat sich brutal zerschlagen. Jetzt droht die Regionalliga.

Denn der jordanische Klub-Investor Hasan Ismaik ließ eine Bombe platzen. Er zog ein Darlehen über 2,7 Millionen Euro zurück. Das Finanzloch bringt den Klub mal wieder am Rande des Ruins. Bis nächsten Mittwoch muss das Geld her, sonst droht beim DFB der Lizenz-Entzug für die Dritte Liga. Die Horrorvision ist wieder da – der Zwangsabstieg in die Regionalliga wie schon vor neun Jahren.

Momentan keine Gehaltszahlungen bei 1860 München

Die Lage ist momentan so dramatisch, dass sogar Gehälter nicht mehr gezahlt werden können. 1860-Geschäftsführer Manfred Paula schrieb in einer E-Mail, die der SZ vorliegt: „Wir wechseln vorsorglich in die Notgeschäftsführung. Wir können bis auf Weiteres keine Zahlungen leisten, auch keine Gehaltszahlungen.“

Alarmstufe Rot beim TSV 1860 München, um die Lizenz zu bekommen, benötigt der Verein bis Mittwoch  2,7 Mio. Euro. Investor Hasan Ismaik hatte überraschend ein Darlehen zurückgezogen und jetzt hat 1860-Geschäftsführer Manfred Paula ein dickes Problem.
Alarmstufe Rot beim TSV 1860 München, um die Lizenz zu bekommen, benötigt der Verein bis Mittwoch 2,7 Mio. Euro. Investor Hasan Ismaik hatte überraschend ein Darlehen zurückgezogen und jetzt hat 1860-Geschäftsführer Manfred Paula ein dickes Problem.IMAGO/Ulrich Wagner

Ismaik würde Zwangsabstieg in Kauf nehmen

Der Streit mit Investor Ismaik, der seit 2011 den Klub finanziert und nach eigenen Angaben 80 Millionen Euro hineingesteckt hat, eskaliert immer mehr. Am Mittwochabend schrieb er via Instagram: „Wenn die Löwen von Grund auf neu aufgebaut werden müssen, selbst aus niedrigeren Ligen heraus, dann ist das keine Schande. Große Vereine werden nicht daran gemessen, wo sie heute stehen, sondern daran, ob sie wieder aufstehen können, wenn sie fallen.“

Der Deutsche Meister von 1966 ist in der Existenz bedroht. Bei einem Zwangsabstieg würden die meisten Verträge mit den Profis keine Gültigkeit mehr haben. Die Zukunft von Niederlechner und Volland ist jetzt völlig ungewiss. Das haben beide zum Ende ihrer Karriere wirklich nicht verdient. Vielleicht gibt es ja noch bis Mittwoch ein Wunder und die Löwen entgehen dem Total-Absturz.