Hertha BSC

Karbownik ist für Lodz zu teuer, neue Chance für Hertha?

Widzew Lodz wollte Hertha-Verteidiger Michal Karbownik. Doch der Wechsel wird wohl nichts. Er scheitert an den Gehaltsvorstellungen des Polen.

Author - Wolfgang Heise
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Michal Karbownik kann Hertha BSC verlassen. Sein Vertrag läuft Ende Juni aus. Der Klub will ihn aber behalten.
Michal Karbownik kann Hertha BSC verlassen. Sein Vertrag läuft Ende Juni aus. Der Klub will ihn aber behalten.O.Franke/imago

Hertha BSC hat viele Transferrätsel in diesem Sommer. Eines betrifft Michal Karbownik (25). Geht der polnische Außenstürmer oder bleibt er? Sein Vertrag ist ausgelaufen. Noch hat sich Karbownik nicht entschieden, wo er nächste Saison spielt.

Widzew Lodz kann sich Karbownik nicht leisten

Der polnische Erstligist Widzew Lodz will den linken Außenverteidiger verpflichten. Doch jetzt kam heraus, dass der Klub sich das gewünschte Gehalt von Karbownik nicht leisten kann. Sein Berater sucht weiterhin einen zahlungskräftigeren Klub. Angeblich soll es auch Angebote geben.

Bei Bundesligist Werder Bremen war Karbownik seit Februar im Gespräch. Das Interesse der Hanseaten ist aber abgeklungen. Fakt ist: Hertha will ihn behalten, obwohl sein Drei-Jahres-Kontrakt am 30. Juni endet.

Im Sommer 2023 kam Karbownik für 1,3 Millionen Euro Ablöse vom englischen Klub Brighton & Hove Albion. Er war in der absoluten Krisenzeit des Klubs nach dem Bundesliga-Abstieg der teuerste Transfer. Zwei Jahre konnte er sich nicht wirklich durchsetzen. Doch in der abgelaufenen Saison eroberte er sich unter Trainer Stefan Leitl einen Stammplatz.

Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber steht ein spannender Transfersommer bevor.
Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber steht ein spannender Transfersommer bevor.imago/nordphoto GmbH/Engler

Das sagt Sportdirektor Weber über den Karbownik-Poker

Deswegen sprach sich der Coach trotz des radikalen Kaderumbruchs in diesem Sommer auch für eine Weiterverpflichtung von Karbownik aus. Der Haken ist: Wegen des blau-weißen Sparkurses muss der Pole auf Gehalt verzichten. Hertha verhandelt weiter, doch bisher gibt es kein Ergebnis. Eigentlich fühlt sich der Pole in Berlin auch wohl. Doch es geht ums Geld.

Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber: „Es ist eine offene Situation. Wir sind sowohl mit ihm als auch mit seinem Management im Austausch. Fakt ist: Es ist noch keine finale Entscheidung gefallen.“

Karbowniks Joker: Er kostet keine Ablöse

Karbownik und sein Berater schauen sich parallel weiter nach einem anderen Klub um und haben dabei einen Joker in der Tasche. Weil Karbownik ablösefrei gehen kann, spart der aufnehmende Verein und so könnte er mit dem sogenannten Signing Fee (früher hieß es Handgeld) noch ein paar Euros mehr bekommen.

Es wird ein echtes Nervenspiel. Werder Bremen und Widzew Lodz, so wie es jetzt in polnischen Medien zu lesen ist, nehmen von einer Verpflichtung Abstand und Hertha muss trotzdem weiter auf ein „Ja“ von Karbownik warten.