Hertha BSC

Knie-OP und kein Verein! Myziane Maolida kämpft um seine Karriere

2024 wechselte Myziane Maolida von Hertha BSC zum Saudi-Klub Al-Kholood. Vor sechs Monaten zog er sich einen Kreuzbandriss zu und ist jetzt ohne Verein.

Author - Wolfgang Heise
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Herthas ehemaliger Profi Myziane Maolida hat keinen Vertrag mehr beim Saudi-Klub Al-Kholood und kämpft nach einem Kreuzbandriss um seine Karriere.
Herthas ehemaliger Profi Myziane Maolida hat keinen Vertrag mehr beim Saudi-Klub Al-Kholood und kämpft nach einem Kreuzbandriss um seine Karriere.IMAGO/Fred Palmer

Bei Hertha BSC war er ein Problemfall. Jetzt erlebt der ehemalige, blau-weiße Profi  Myziane Maolida (27) das schlimmste Schicksal des Fußballs. Es ist eine echt bittere Geschichte. Seit 16 Tagen ist der Franzosen-Komorer offiziell ohne Verein. Die Vereinssuche wird jetzt erst mal schwierig. Denn er hat einen Kreuzbandriss im rechten Knie bei seinem bisherigen Scheichklub Al-Kholood FC in Saudi-Arabien erlitten und kämpft um sein Comeback.

Maolida erlitt im Januar einen Kreuzbandriss im Knie

Der Reihe nach: Im Sommer 2024 wurde Hertha den Topverdiener, der nie befriedigende Leistung brachte, an Al-Kholood los. In der Wüste hatte er anschließend eine echte Traumsaison. Weg vom Trubel – vor nur 2500 Fans im Stadion blühte er auf, schoss im Akkord Tore. In der Saison 2024/25 traf er in 35 Spielen 16-mal.

Doch vor einem halben Jahr war alles vorbei. Beim Spiel gegen Al-Ahli im Januar humpelte Maolida vom Platz, hielt sich die Kniekehle vor Schmerzen. Aus der bösen Ahnung wurde schnell Gewissheit – Kreuzbandriss im rechten Knie. Er wurde in Frankreich operiert und danach machte er ein knallhartes Reha-Programm in Dubai.

Video: So kämpft Maolida in Dubai um sein Comeback

Der Scheichklub gab über die schlimme Verletzung von Maolida nie eine Information heraus. Offiziell hieß es immer „unbekannte Verletzung“. Doch es tauchte Ende März ein Instagram-Video von der edlen Physiopraxis „Eliterehab“ in Dubai auf. Dort wurde dokumentiert, wie der Stürmer in der Praxis schuftet. Seine Operationsnarbe am Knie war deutlich sichtbar.

Maolida-Vertrag bei Al-Kholood ausgelaufen

Mittlerweile kann Maolida wieder draußen leichtes Training machen. Aber wo? Sein Vertrag bei Al-Kholood ist am 30. Juni ausgelaufen. Er muss sich mit einem Personal Trainer für sein Comeback fit machen. Erst dann kann sich Maolida, der 20-facher Nationalspieler der Komoren ist, wieder einen neuen Klub suchen. Sein schwacher Trost: Als vereinsloser Spieler kann er auch noch nach dem Ende des offiziellen Transferfensters im Herbst verpflichtet werden.

Maolida gehörte bei Hertha BSC zu den fatalen Missverständnissen. 2021 wurde er als linker Flügelstürmer von Ex-Manager Fredi Bobic für 4 Millionen Euro Ablöse von OGC Nizza gekauft. Doch er kam nur als Joker zum Einsatz. Im Januar 2023 wurde er an Stade Rennes ausgeliehen, der Franzosen-Klub schickte ihn nach einem halben Jahr wieder zurück nach Berlin.

Myziane Maolida war für Hertha BSC ein Fehlkauf. Der Stürmer konnte nie überzeugen, wurde 2024 nach Saudi-Arabien abgeschoben.
Myziane Maolida war für Hertha BSC ein Fehlkauf. Der Stürmer konnte nie überzeugen, wurde 2024 nach Saudi-Arabien abgeschoben.IMAGO/O.Behrendt

Als Dardai wegen Maolida der Kragen platzte

Keiner wollte ihn mehr bei Hertha. Ex-Trainer Pal Dardais Aussagen zu Maolida im November 2023 wurden legendär: „Wir lassen ihn nicht hängen, geben ihm Spielpraxis und Analyse, aber er soll so schnell wie möglich weg von uns. Er hat sehr viele Chancen bekommen und war so faul wie ganz wenige Spieler, die ich in meinem Leben gesehen habe.“

Im Januar 2024 wurde er an den Schottenklub FC Hibernian ausgeliehen, dort traf er in 20 Spielen elfmal. Der Klub wollte ihn fest verpflichten, doch Maolida wollte nicht. Er kehrte in der Sommerpause wieder zu Hertha zurück. Sein Vertrag mit einem hohen Gehalt lief bei den Blau-Weißen noch bis 2025. Doch eine Zukunft hatte er nicht mehr. Für 600.000 Ablöse wurde Maolida schließlich in die Wüste zu Al-Kholood geschickt.

Anderthalb Jahre war es ein neues Glücksgefühl für den Stürmer. Jetzt kämpft er um seine Karriere und einen neuen Klub. Vielleicht kommt er noch mal in Schottland unter …