So hart muss Hertha BSC sparen. Mittwoch waren nur noch 19 Feldspieler aus dem Profikader auf dem Schenckendorffpatz. Jetzt half sogar Josip Brekalos (28) kleiner Bruder Filip (23) aus, damit es ein Trainingsspiel zehn gegen zehn geben an.
Filip Brekalo ist Probespieler bei Herthas U23

Herthas Kroate Brekalo lotste vor zwei Wochen seinen Bruder zum Probetraining nach Berlin. Zunächst war der linke Außenverteidiger, der beim kroatischen Zweitligisten Karlovac 1919 noch bis 2027 unter Vertrag steht, nur bei der U23 zu Stippvisite. Jetzt kann gab es ein kleine Blitzbeförderung, weil Trainer Stefan Leitl die Spieler ausgehen.
Die Stürmer Luca Schüler (Adduktorenprobleme) und Niklas Hildebrandt (Belastungssteuerung) und der rechte Außenverteidiger Deyo Zeefuik (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) pausierten beim Training. Drei Ausfälle eigentlich kein Problem – doch bei den Blau-Weißen schon, denn es gab zwölf Abgänge in den vergangenen Wochen.
Leitl wartet auf Neuzugänge
Nur neue Spieler sind noch immer nicht da. Dabei beginnt in 23 Tagen die neue Saison mit dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Hertha ist wegen des knallharten Sparkurses gezwungen, den Kader zu verkleinern, Transfererlöse zu erwirtschaften, bevor überhaupt neue Spieler kommen können.
Hertha hatte spätestens mit den Verkäufen von Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Michael Cuisance schon über 20 Millionen Euro eingenommen. Jetzt wurde auch noch Torwart Tjark Ernst für 5 Millionen Euro an Feyenoord Rotterdam verkauft.

Hertha hat jetzt wieder Handlungsspielraum für neue Spieler. Doch langsam müssen sie auch kommen. Am Freitag starten die Blau-Weißen ins Trainingslager nach Kitzbühel. Die dringendsten Personalien sind neben einem Ernst-Ersatz (Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier soll es werden) und einem Mittelstürmer (Hertha ist an dem Schweden Gustaf Nilsson dran) auch ein Linksverteidiger.


