Schafft dieser Youngster ganz schnell den Sprung in die Startelf von Hertha BSC? Soufian Gouram (20) schießt sich gerade in der Sommervorbereitung ganz weit nach vorne. Er machte ein Traumtor aus 20 Metern in den rechten Winkel beim 3:1-Test bei Lok Leipzig. Doch das ist nicht das Einzige, was bei Gouram auffällig ist.
Herthas Gouram zauberte sich zum Profivertrag
Erst im Mai stattete Hertha den offensiven Mittelfeldspieler mit seinem ersten Profivertrag bis 2027 aus, weil er sich vergangene Saison bei der U23 in den Vordergrund gezaubert hatte. Seit 2019 ist er wieder bei den Blau-Weißen. Vorher machte er als Kid noch Ausflüge zu Tennis Borussia und den BFC Dynamo. Seit sieben Jahren baut der estnische U21-Nationalspieler mit marokkanischen Wurzeln und gebürtige Berliner bei Hertha an seiner Karriere.
Jetzt könnte der Durchbruch ganz schnell kommen. Einen Tag nach seinem Traumtor stand er am Sonntag beim Saisoneröffnungsfest auf der Bühne. Nervös vor den Fans? Er sprach über seinen ersten Profivertrag: „Es ist natürlich ein ganz, ganz besonderes Gefühl, so einen Profivertrag zu unterschreiben. Das zeigt natürlich nicht nur, dass man hart gearbeitet hat, sondern dass auch Hertha auf einen setzt und sozusagen sieht, dass man Potenzial hat.“

Gouram: „Ich will im Olympiastadion spielen“
Schnelle Zufrienheit kennt der Lockenkopf aber nicht und sagt: „Es liegt jetzt alles an mir. Ich habe sozusagen einen Fuß in die Tür bekommen. Ich will jetzt weiter hart arbeiten, sodass ich irgendwann auch da hinten spielen darf.“ Dieses „da hinten“ zeigt er mit dem Finger an – das Olympiastadion. Der Traum jedes Hertha-Talents. Testspielminuten alleine reichen ihm nicht. „Ich werde auf jeden Fall weiter Gas geben“, sagt er.
Noch ist das alles eine neue Welt für ihn – endlich Profifußballer. „Ja, also man vergisst es auch, was alles dazugehört zum Profi sein. Es war wirklich etwas ganz Besonderes im KaDeWe, da oben Autogramme zu verteilen und zu sehen, wie sich die kleinen Kinder gefreut haben.“


