Was hat dieser Spieler bloß getan? Das Karma meint es nicht gut mit Stürmer Dawid Kownacki (28) von Hertha BSC. Erst war der Knöchel kaputt, dann legte ihn eine Grippe im Januar flach und jetzt kassierte der Pole beim 2:2 gegen Darmstadt ein Witz-Rot und soll dafür noch drei Spiele gesperrt werden. Gestatten Kownacki, Herthas größter Pechvogel!
Leitl: „Drei Spiele Sperre, das ist ein absoluter Witz“
Die Rote Karte durch Schiri Florian Lechner wegen eines taktischen Fouls mit einem Beinstellen gegen Darmstadts Luca Marseiler, bei dem üblicherweise Gelb gezückt wird, war schon mehr als umstritten. Trainer Stefan Leitl staunte nur: „Man hat es mir so erklärt, dass die Dynamik beim Schlag für Rot ausschlaggebend war. Ich hoffe, dass Dawid nicht so lange gesperrt wird.“

Hoffnung vergebens! Das DFB-Sportgericht setzte noch einen drauf und verhängte eine Rotsperre von drei Spielen und sah nicht ein grobes Foul, sondern eine Tätlichkeit, die härter bestraft wird. Das alles bei einem Spieler, der noch nie auffällig geworden ist. Leitl: „Das ist ein absoluter Witz. Da kann man doch nicht von Tätlichkeit sprechen.“
Hertha wehrt sich gegen DFB-Urteil
Hertha BSC legte dagegen postwendend Einspruch ein. Denn der Stürmer wird im Aufstiegskampf gerade jetzt dringend gebraucht. In den nächsten drei Spielen geht es gegen die Konkurrenten Elversberg, Hannover und Paderborn. Es ist das nächste Kapitel einer unglücklichen, blau-weißen Geschichte.

Kownacki wurde im Sommer als Stürmer Nummer 1 von Werder Bremen ausgeliehen. Seine Empfehlung: In der vergangenen Saison hatte er 13 Tore für Fortuna Düsseldorf geschossen. Doch den Rückschlag gab es Ende September, als er beim 3:0-Sieg in Nürnberg mit dem rechten Fuß umknickte. Über acht Wochen Pause folgten. Comeback Ende November.
In der Rückrunde sollte Kownacki dann wirklich richtig durchstarten. Doch er verpasste das Trainingslager in Portugal Anfang Januar wegen einer Grippe. Jetzt hatte er den Fitnessrückstand aufgeholt und stand beim 2:2 gegen Darmstadt das erste Mal wieder in der Startelf. Doch statt Tore des Polen, gab es das Witz-Rot.
Kownacki stand bisher nur sechsmal in der Startelf
Wie lange Kownacki jetzt tatsächlich gesperrt wird, werden die nächsten Tage zeigen. In Elversberg ist er auf jeden Fall nicht dabei. Für ihn wird Luca Stürmer in die Stammelf rücken. Immerhin kann der Pole dann nächsten Dienstag im Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg spielen, die Sperre gilt nur für die Zweite Liga.


