Das war es endgültig mit dem Aufstieg für Hertha BSC. Im ersten Endspiel blamieren sich die Blau-Weißen mit 2:5 (1:3) beim SC Paderborn. Die höchste Pleite der Saison. Es war eine ganz finstere Vorstellung. Mit zehn Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 3 braucht Hertha nicht mehr von der Bundesliga träumen.
Hertha schläft beim Blitztor für Paderborn
„Für mich ist es kein Endspiel. Für uns ist es wichtig dass wir heute punkten und dann weiter punkten“, sagte Trainer Stefan Leitl vor dem Anpfiff ins Sky-Mikrofon. Der Coach setzte wie schon beim 5:6-Pokal-Elferkrimi gegen den SC Freiburg auf eine Dreier-Abwehrkette. Mehr Dominanz im Mittelfeld sollte her.
Reichte aber nicht! Echten Zugriff auf den Gegner gab es nicht. Schon nach sieben Minuten führte Paderborn mit 1:0. Raphael Obermair konnte unbedrängt in den Strafraum flanken und Sebastian Klaas tauchte völlig frei vor Torwart Tjark Ernst auf und drückte die Kugel ins Tor. Da hatten alle ein kollektives Nickerchen eingelegt. Wieder ein frühes Gegentor, wie schon beim 2:3 gegen Hannover vor einer Woche.

Hertha kam überhaupt nicht in Tritt und es war nur eine Frage der Zeit, dass Paderborn wieder zuschlug. Nach einer Ecke in der 20. Minute war es so weit. Tjark Scheller stocherte den Ball über die Linie zum 2:0. Gab es vorher ein Handspiel eines Paderborners, wurde Torwart Ernst zu sehr bedrängt? Der VAR überprüfte drei Minuten lang. Es blieb beim Tor.
Schuler trifft per Hacke
Eine erschreckende blau-weiße Vorstellung in einem Spiel, bei dem es um alles ging. Unverständlich! Nach vorne ging nach lange gar nichts. Dann kam Marten Winkler endlich mal mit einem Sprint über den linken Flügel. Seine Flanke nahm Stürmer Luca Schuler artistisch mit der Hacke direkt an und traf durch die Beine von SCP-Keeper Dennis Seimen zum 1:2 (39.).
Doch noch Hoffnung? Nein! In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöht Paderborn gegen die blau-weiße Hühnerhaufen-Abwehr durch Nick Bätzner auf 3:1 (45.+4). Wutschnaubend ging Coach Leitl in die Kabine und regierte mit drei Wechseln zur Pause.
Untergang in der zweiten Halbzeit
Julian Eitschberger, Michael Cuisance und Schuler raus, dafür Niklas Kolbe, Pascal Klemens und Josip Brekalo rein. Für fünf Minuten war etwas mehr Gegenwehr zu sehen. Dann traf Klemens ins eigene Tor, doch der VAR kassierte den Treffer ein. Paderborns Laurin Curda stand Millimeter vorher im Abseits (56.).
Aber das nächste Gegentor kam. Torwart Ernst konnte Marino nur noch mit den Händen von den Füßen holen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mika Baur zum 4:1 (65.). Drei Minuten später erhöhte Obermair auf 5:1. Die Blamage war perfekt, da half auch nicht der Treffer von Brekalo zum 2:5 (70.).



