Die größte Sorge ist Hertha BSC in diesem Sommer los. 23 Millionen Euro wurden durch die Verkäufe von Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Michael Cuisance eingenommen. Die DFL-Auflage (zwischen 15 und 20 Millionen Transfererlöse) wurde sogar übererfüllt. „Erst verkaufen, dann kaufen“, so ist seit Jahren der knallharte Sparkurs bei den Blau-Weißen. Ab jetzt darf Hertha auf Shoppingtour gehen. Trainer Stefan Leitl wartet auf seinen ersten neuen Spieler…
Leitl: „Wir werden sehen, wen wir verpflichten können“
Elf Spieler sind insgesamt weg, die Trainingsgruppe, aufgestockt mit Nachwuchsspielern, ist momentan auf dem Schenckendorffplatz überschaubar. Rund 26 Mann (inklusive vier Torhüter) sind es. Leitl übt sich in Geduld und sagt: „Das ist der Kader, der aktuell zur Verfügung steht. Ich bin froh, mit den Jungs jetzt arbeiten zu dürfen. Alles andere werden wir im Verlauf der Vorbereitung sehen.“
Trotzdem gibt es Handlungsbedarf: Hertha braucht auf alle Fälle einen linken Außerverteidiger, einen linken Flügelstürmer und einen Mittelstürmer. Leitl: „Da werden wir jetzt in aller Ruhe die Prozesse abarbeiten und dann werden wir sehen, wen wir verpflichten können.“
Andere Trainer würden klagen, warum die Mannschaft nicht schon beim Trainingsstart verstärkt wurde. Leitl nicht, er kennt die Notwendigkeiten. Der Kader darf nicht mehr so teuer sein. „Das ist ja auch ein Prozess, der jetzt nicht kurzfristig entstanden ist, sondern der Prozess ist ja schon mit Beginn von Peter Görlichs Arbeit hier vonstatten gegangen. Wir haben permanent darüber gesprochen. Für uns hat sich auch ligaunabhängig nichts verändert, weil der gleiche Weg wäre eine Etage drüber. Genau so hätten wir gehen müssen“, erklärt Leitl.

Leitl: „Wir sind jetzt handlungsfähig“
Doch einen kleinen Wink gibt es dann doch an Sportdirektor Benjamin Weber und Kaderplaner Sebastian Huber. „Wir müssen Transfer-Einnahmen erzielen. Das haben wir jetzt sehr gutgetan. Jetzt liegt es an uns auch, die Spieler zu suchen, die zu Hertha passen. Wir sin in einem engen Austausch. Wir sind jetzt in der Situation, in der wir handlungsfähig sind“, so Leitl.


