Hertha BSC

Krisengipfel zwischen Hertha und Spranger wegen Polizeieinsatz

Erstes Gespräch zwischen Hertha, Polizei und Innensenatorin Iris Spranger nach dem Pfefferspray-Skandal. Wird jetzt alles friedlich?

Author - Wolfgang Heise
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Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, steht bei Herthas Fans in der Kritik. Nach dem Pfefferspray-Einsatz der Polizei gab es jetzt ein erstes Krisengespräch.
Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, steht bei Herthas Fans in der Kritik. Nach dem Pfefferspray-Einsatz der Polizei gab es jetzt ein erstes Krisengespräch.Chris Emil Janssen/imago

Nach dem massiven Polizeieinsatz gegen Fans beim Heimspiel von Hertha BSC gegen Schalke gab es Mittwoch den ersten Krisengipfel zwischen Hertha BSC, Innensenatorin Iris Spranger und der Polizei. Ergebnis: Eine Annährung ist da, aber eine genaue Aufklärung, warum es dazu kam, gibt es noch nicht.

Hertha zieht nach Treffen positives Fazit

Hertha BSC verkündete nach dem Treffen: „Nach dem heutigen Gespräch zwischen Innensenatorin Iris Spranger, Vertretern der Polizei und unserem Geschäftsführer Dr. Peter Görlich ziehen alle Beteiligten ein positives Fazit. Im Mittelpunkt des sehr offenen und konstruktiven Austauschs stand das gemeinsame Ziel, die Voraussetzungen für ein gewaltfreies und sicheres Stadionerlebnis zu stärken.“

Eine Hundertschaft der Polizei am Eingang der Ostkurve des Olympiastadions. Pfefferspray kam gegen Fans zum Einsatz.
Eine Hundertschaft der Polizei am Eingang der Ostkurve des Olympiastadions. Pfefferspray kam gegen Fans zum Einsatz.imago/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Klingt erst mal nett, doch die große Frage bleibt: Waren ein paar gewaltbereite Fans schuld oder die Polizei. Seit Monaten beklagen sich auch ganz normale Anhänger wegen des provokativen Auftretens der Sicherheitsbeamten. Die Aussagen von Fans und der Polizei widersprechen sich, was der Auslöser des Einsatzes von Pfefferspray am Eingang der Ostkurve war, bei dem es 52 verletzte Menschen gab.

Hertha-Fans sollen bei Sicherheitskonzept mitreden

Im Hertha-Schreiben heißt es weiter: „Sowohl die Polizei als auch Hertha BSC haben deutlich gemacht, dass sie Inhalte auch intern weiter aufarbeiten werden. Zugleich besteht bei beiden Seiten Einigkeit darüber, den Dialog fortzusetzen und in weiteren Gesprächen alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, um tragfähige und nachhaltige Lösungen umzusetzen.“

Das Wort „relevante Akteure“ ist dabei interessant. Das heißt auch Fanbetreuung und Fanvertretungen sollen daran beteiligt werden.