Herthas Marco Richter war angefressen nach dem 1:3 in Bochum.
Herthas Marco Richter war angefressen nach dem 1:3 in Bochum. imago images/Koch

Enttäuschung, Frust und Wut auf sich selbst. So war die Stimmungslage nach dem 1:3 in Bochum, diesem kompletten Fehlstart ins neue Jahr, bei den Profis von Hertha BSC. Marco Richter sprach es ganz direkt aus: „Wir müssen das analysieren, was falsch gelaufen ist, und dann die Niederlage abhaken. Das Spiel war heute Scheiße von uns!“

Richter stellte sich tapfer den Fragen und wollte Erklärungen suchen: „Wir hatten ein gutes Trainingslager mit guten Spielen. Aber hier war es einfach scheiße. Unser Tor wurde aberkannt, danach haben wir viel, viel zu leicht die Gegentore kassiert. Dabei hatten wir dieses Thema im Vorfeld sehr klar angesprochen. In den nächsten Spielen müssen wir die Beine in die Hände nehmen, rennen, kämpfen und ein anderes Gesicht zeigen. Wir müssen es einfach besser machen, denn wir haben bewiesen, dass wir besser Fußball spielen können. Das wollen wir nächste Woche mit der Unterstützung der Fans im Olympiastadion zwei Mal tun!“

Auch Maximilian Mittelstädt wurde deutlich: „Das ist bitter mit dem nicht gegebenen Tor von Lucas Tousart. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Der VfL war effektiv, wir waren es nicht. Aber wir haben Dienstag die Chance, es mit unseren Fans im Rücken besser zu machen!“

Herthas Keeper Oliver Christensen: „Wenn du nach der ersten Halbzeit mit zwei Treffern zurückliegst, ist es schwierig. Das war nicht gut genug von uns – die Gegentreffer nach einer Flanke und einer Ecke. Wir haben nach der Pause gut angefangen, bekommen aber ein richtiges Kacktor. Am Ende stehen wir hier mit einem schlechten Gefühl und null Punkten.“ Der Däne appelliert an alle: „Wir wussten, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten punkten müssen. Aber das macht nichts mit unserem Selbstvertrauen, es geht direkt weiter und wir müssen es besser machen.“

Hertha-Coach Schwarz: „Ich bin sehr sauer“

Herthas Trainer Sandro Schwarz war tief enttäuscht über das Spiel seiner Profis.
Herthas Trainer Sandro Schwarz war tief enttäuscht über das Spiel seiner Profis. dpa/Inderlied

Trainer Sandro Schwarz hatte für die Unleistung seines Teams überhaupt kein Verständnis: „Ich bin sehr sauer. Vor allem nach dem 0:1-Rückstand, dass wir nicht mehr ins Spiel gefunden haben. Dass wir nicht mehr aggressiv genug waren. Das war nicht das gewesen, was wir schon gezeigt haben.“ So hart hat Schwarz seine Spieler noch nie kritisiert, seit er bei Hertha ist. Er hatte vorher maximale Bereitschaft von seinen Profis eingefordert. Das war in Bochum nicht der Fall.