Wer hätte das gedacht? Herthas Ex-Manager Michael Preetz (58) ist ganz dicht vor der Sensation mit dem Traditionsklub MSV Duisburg. Vor zwölf Monaten in die Dritte Liga aufgestiegen und jetzt könnte zwei Spieltage vor Saisonende den Zebras der Durchmarsch in die Zweite Liga gelingen. Hertha BSC winkt nächste Saison mit Preetz.
MSV Duisburg im Aufstiegsduell mit Energie Cottbus
Es herrscht Hochspannung in der Dritten Liga. Am vergangenen Wochenende gewann der MSV das Spitzenspiel gegen Energie Cottbus vor über 30.000 Fans mit 2:1, ist jetzt punktgleich – 66 Zähler mit den Lausitzern auf Platz drei, nur noch zwei Tore trennen beide. Direkter Aufstieg oder Relegation?
Duisburg muss noch beim feststehenden Absteiger Erzgebirge Aue und zum Saisonfinale im Stadion an der Wedau gegen Viktoria Köln ran. Cottbus spielt zu Hause gegen Wehen Wiesbaden und zum Abschluss in Regensburg. Es werden Fernduelle mit viel Brisanz.

Preetz: „Jetzt wollen wir auch durchziehen“
Preetz gibt die Marschroute vor: „Wir spielen bisher eine Top-Saison! Unser Saisonziel war, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu schaffen. Doch wir waren vom ersten Spieltag oben mit dabei. Wenn man kurz vor Schluss diese Chance vor der Brust hat, wollen wir durchziehen. Wir wollen jetzt aufsteigen, das ist doch klar!“
Bei Hertha wundern sich vielleicht einige über dieses Comeback der früheren blau-weißen Vereinsikone. Im Januar 2021 musste er bei Hertha nach zwölf Jahren als Manager gehen. Drei Jahre zog er sich völlig zurück, dann übernahm er im Januar 2024 den Job beim MSV.
Preetz formte ein junges, gieriges Team in Duisburg
Viel zu retten war dort in der Saison 2023/24 nicht mehr. Abstieg von der Dritten Liga in die Regionalliga vier Monate später. Vergangenen Sommer gelang der sofortige Wiederaufstieg. Preetz: „Wir haben darauf geachtet, dass wir junge, entwicklungsfähige Spieler nach Duisburg geholt haben. Jungs, die noch etwas erreichen wollen.“ Gier und Teamgeist war plötzlich wieder da. Dazu holte er mit Dietmar Hirsch einen neuen Trainer.


