Es war schon seit Wochen klar, jetzt sagt es Diego Demme (34) selbst. Seine Zeit bei Hertha BSC ist nach zwei unglücklichen Jahren abgelaufen. Beim 0:1 in Magdeburg spielte er für eine halbe Stunde. Nach dem Abpfiff erklärte er: „Wir haben gesprochen. Bei Hertha ist Ende.“
Demme: „Die letzten zwei Jahre waren nicht so geil“
Sein Vertrag läuft aus und wird nicht mehr verlängert. Zwei schwere Gehirnerschütterungen mit fatalen Nachwirkungen (immer wieder Schwindelgefühle) warfen den Routinier zurück. Im Sommer 2024 kam der Mittelfeldspieler ablösefrei vom SSC Neapel. Er sollte mit seiner Erfahrung das Team führen. Doch daraus wurde nichts. Nur 23-mal stand er in der Startelf.
Eine enttäuschende Bilanz wegen der verdammten Schwindelgefühle. Demme sagt dazu: „Die letzten beiden Jahre waren nach den Kopfverletzungen nicht so geil. Diese beiden Rückschläge waren entscheidend für die Zeit, die ich bei Hertha nicht gespielt habe. Wenn ich gespielt habe, konnte ich meine Leistung abrufen.“

Keine Chance mehr für Demme bei Hertha
Genauso schätzt es auch Trainer Stefan Leitl ein. „In den letzten Wochen der vergangenen Saison haben wir den Diego Demme gesehen, den wir gerne über zwei Jahre gehabt hätten, der ein Spiel stabilisiert und lenkt mit seiner fußballerischen Klasse. Leider ist er in diesem Jahr sehr häufig von Rückschlägen geplagt worden.“ Wegen des blau-weißen Sparkurses gibt es aber kein Pardon. Demme muss gehen. Es gibt keine weitere Chance für ihn.
Demme will noch spielen, Italien wollte ihn im Winter
Wie geht es jetzt mit ihm weiter? Er weiß es selbst noch nicht: „Mal sehen, ob noch etwas reinkommt an Angeboten. Lust habe ich schon noch zu spielen.“ Wenn nicht, beendet er seine Karriere.
Doch erst mal sind noch zwei Hertha-Spiele. Leitl: „Es freut mich für Diego, dass er den Weg zurück auf den Fußballplatz gefunden hat. Ich hoffe, dass er gesund bleibt und noch die letzten beiden Spiele für Hertha spielen kann.“


