Hertha BSC

Hertha verliert in Magdeburg drei Punkte und Zeefuik

Die nächste Pleite für Hertha BSC. Beim 0:1 in Magdeburg war der blau-weiße Sturm beängstigend harmlos.

Author - Wolfgang Heise
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Kapitän Fabian Reese hadert. Hertha BSC verliert 0:1 beim 1. FC Magdeburg.
Kapitän Fabian Reese hadert. Hertha BSC verliert 0:1 beim 1. FC Magdeburg.Franziska Gora/imago

Sie waren bemüht, aber es reichte nicht. Hertha BSC verliert 0:1 (0:0) beim Abstiegskandidaten 1. FC Magdeburg. Die Blau-Weißen dominierten das Auswärtsspiel, doch die Offensive war beängstigend harmlos.

Schiri-Greenhorn gibt zwei Elfmeter nicht

Keine Überraschung vor dem Anpfiff in der Startelf. Kevin Sessa nahm den Platz für den gelbgesperrten Paul Seguin ein. Größere Überraschung auf der Bank – dort saß nicht Stürmer Dawid Kownacki. Er war wegen Kopfschmerzen und Unwohlsein nicht mit nach Magdeburg gereist.

Das Spiel ging los und es gab gleich den ersten Aufreger in der 3. Minute: Kevin Sessa wurde nach einer Ecke beim Schussversuch aus Nahdistanz umgetreten, krümmte sich vor Schmerzen auf dem Rasen. Schiri-Greenhorn Jarno Wienefeld (27), der im Dezember ein Witzrot an Toni Leistner beim 1:1 gegen Bielefeld verteilte, sah es nicht, kein Elfer.

Zehn Minuten später wurde Stürmer Luca Schuler von Magdeburgs Verteidiger Marcus Mathisen im Strafraum umgerissen. Der Pfeifenmann blieb wieder stumm und der VAR sah auch kein Foul.

Reese mit erster Hertha-Torchance

Ansonsten war viel Leerlauf, beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Torszenen waren kaum vorhanden. Kapitän Fabian Reese markierte in der Nachspielzeit den ersten gefährlichen Schuss aufs FCM-Tor (45.+1). So ging es mit 0:0 in die Pause.

Zeefuik muss verletzt raus

Und die zweite Halbzeit begann mit einem Schock. Bei einem Laufduell mit Magdeburgs Mateusz Żukowski stolperte Deyo Zeefuik unglücklich, fasste sich an den linken Oberschenkel. Der Holländer musste dick bandagiert ausgewechselt werden und humpelte mit Schmerzen vom Platz (54.). Für den Rechtsverteidiger kam Youngster Julian Eitschberger.

Trainer Stefan Leitl war am Verzweifeln. Hertha BSC hatte nur wenige Torchancen in Magdeburg.
Trainer Stefan Leitl war am Verzweifeln. Hertha BSC hatte nur wenige Torchancen in Magdeburg.IMAGO/Franziska Gora

Ulrich setzt den Hertha-Knock-out

Das Unglück nahm seinen Lauf. Michal Karbwonik ließ sich auf der rechten Strafraumseite von Alexander Nollenberger vernaschen, dessen Flanke konnte Torwart Tjark Ernst nur nach vorne wegfausten, direkt vor die Füße von Laurin Ulrich, der den Ball unter die Latte zum 1:0 (61.) hämmerte.

Die blau-weißen Profis bemühten sich weiter, doch vorne in der Offensive fehlte einfach die Präzision. Schon tragisch die Situation in der 83. Minute. Michael Cuisance versuchte es mit einem Schuss aus 15 Metern und schoss dabei den eingewechselten Stürmer Sebastian Grönning an.

Es klappte nichts im Sturm. Darüber wird in den nächsten Tagen zu reden sein.