Lange unterschätzt, jetzt ist Luca Schuler (27) Stürmer Nummer 1 bei Hertha BSC. Der gelernte Tischler zimmert sich seinen ganz persönlichen Traumendspurt in dieser sonst verkorksten blau-weißen Saison zusammen. Sonntag (13.30 Uhr) steht er wieder in der Startelf, wenn Hertha beim 1. FC Magdeburg antritt.
Schuler: „Ich habe in Magdeburg noch Freunde“
Für den 1,90-Meter-Angreifer wird es eine ganz spezielle Rückkehr. Im RBB-Interview erklärt er: „Ich habe dort noch Freunde und schreibe mit denen regelmäßig. Ich freue mich auf das Spiel und weiß um die Bedeutung.“ Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Schuler in seinen drei Jahren bei FCM zwar in der Saison 2021/22 in der Dritten Liga mit 12 Toren überzeugte, doch danach in der Zweiten Liga in zwei Saisons nur sieben Tore schoss.

Hertha holte ihn trotzdem ablösefrei im Sommer 2024 als Stürmerjoker mit Perspektive zum Stammspieler. In der ersten Saison traf er nur viermal in der Zweiten Liga für die Blau-Weißen. Jetzt ist er mit acht Toren der beste Angreifer du hat sich durchgesetzt, obwohl zum Saisonstart klar war, dass Leihstürmer Dawid Kownacki Stürmer Nummer 1.
Leitl macht Schuler zum Stürmer Nummer 1
Die Rollen haben sich in den vergangenen Wochengetauscht. Trainer Stefan Leitl lobt seinen neuen „Musterschuler“. Luca hat sich den Startelfplatz durch Leistung verdient. Schuler wiederum sagt zu seiner Beförderung im Hertha-Angriff: „Das macht mich natürlich sehr glücklich. Diese Entwicklung bestätigt sowohl meine Arbeit als auch die des Trainerteams. Ich bin auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht fertig.“

Ja, manchmal fehlt noch immer die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Doch die kommt nur mit Spielrhythmus. Schuler ist auf dem besten Weg, sich in seinem zweiten Hertha-Jahr durchzusetzen und gibt ehrlich zu: „Ich hatte Nachholbedarf, musste erstmal reinkommen – das ist mir dann allerdings auch gelungen. Auch wenn man als Offensivspieler nie komplett zufrieden ist, weil die eine oder andere Großchance danebengeht.“


