Hertha BSC

Kein Scherz! Hertha kann noch Meister werden

Den Bundesliga-Aufstieg hat Hertha verpasst, doch ein Titel ist tatsächlich noch drin, wenn es Sonntag einen Sieg beim 1. FC Magdeburg gibt.

Author - Wolfgang Heise
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Auswärts konnten Kapitän Fabian Reese, Toni Leistner und Linus Gechter in dieser Saison für Hertha BSC oft jubeln.
Auswärts konnten Kapitän Fabian Reese, Toni Leistner und Linus Gechter in dieser Saison für Hertha BSC oft jubeln.IMAGO/Orhan Habash

Mit dem Bundesliga-Aufstieg hat Hertha BSC drei Spieltage vor Saisonende nichts mehr zu tun. Kein Scherz, trotzdem ist tatsächlich noch ein Titel drin. Die Blau-Weißen können noch Auswärtsmeister der Zweiten Liga werden. Das klappt aber nur, wenn Hertha am Sonntag (13.30 Uhr) beim 1. FC Magdeburg gewinnt.

Hertha BSC oder Hannover 96, wer wird Auswärtsmeister?

Die Ausgangslage sieht so aus: In der Fremde haben die Blau-Weißen bisher in 15 Partien starke 28 Punkte geholt. Das ist Platz 2 in der Auswärtstabelle hinter Hannover (32 Zähler). Die Niedersachsen waren aber schon 16-mal zu Gast und reisen nur noch einmal zum heimstarken VfL Bochum. Gewinnt dort 96 nicht und Hertha triumphiert in Magdeburg und zwei Wochen später beim Saisonfinale in Bielefeld, ist der Meistertitel in der Fremde mit 34 Punkten sicher.

Vor dem Spiel in Magdeburg bleibt Trainer Stefan Leitl erstmal nur bei diesem Spiel und sagt: „Wir sind die zweitstärkste Mannschaft der Liga. Da fahren wir schon mit Selbstbewusstsein hin.“ Ein Sieg muss her, es wäre der neunte als Gastteam in dieser Saison. Klar ist auch, die anderen Spitzenteams Schalke und Paderborn sind dicht an Hertha in der Reise-Kategorie dran.

Platz 5 bringt noch Extra-TV-Geld

Welche Motivationen kann es noch für die blau-weißen Profis zum Ausklang der erfolglosen Saison geben? „Wir wollen das Maximale an Punkten herausholen, vielleicht schaffen wir noch Platz 5. Das wäre für den Verein wichtig wegen der TV-Gelder“, erklärt Leitl. Es ist wichtig im DFL-Ranking, aber auch intern bei Vermarkter Sportfive. Da gibt es eine höhere Prämie. Hertha braucht jeden Cent.

Am 7. Dezember kam Hertha BSC beim 0:2 gegen den 1. FC Magdeburg ins Straucheln. Die Siegesserie der Hinrunde wurde vom FCM gestoppt.
Am 7. Dezember kam Hertha BSC beim 0:2 gegen den 1. FC Magdeburg ins Straucheln. Die Siegesserie der Hinrunde wurde vom FCM gestoppt.IMAGO/Michael Taeger

Und dann war da noch das Hinspiel gegen Magdeburg. Hertha verlor 0:2 im Olympiastadion gegen den FCM. „Das Hinspiel ist nach dem Pokalspiel davor (6:1 gegen Kaiserslautern, die Red.) etwas anders zu bewerten. Es war ärgerlich. Das ist schon Ansporn, um ein gutes Spiel zu machen. Wir wollen punkten, punkten, punkten“, so Leitl.

Im Hinspiel gegen Magdeburg spielte Kevin Sessa 25 Minuten, am Sonntag winkt dem Mittelfeldspieler die Startelf bei Hertha BSC.
Im Hinspiel gegen Magdeburg spielte Kevin Sessa 25 Minuten, am Sonntag winkt dem Mittelfeldspieler die Startelf bei Hertha BSC.IMAGO/Michael Taeger

Sessa winkt Hertha-Startelf

Für das Sonntagsspiel muss der Coach das Team nochmal umstellen, da nicht nur Kennet Eichhorn (Rotsperre) fehlt, sondern auch Paul Seguin (fünfte Gelbe). Leitl hat für die Sechser-Position vier Mann zur Auswahl: Kevin Sessa, Diego Demme, Leon Jensen und Pascal Klemens (für Bobo Lum ist die Saison nach einer Verletzung gelaufen). Tendenz: Sessa wird in der Startelf stehen, davor spielt Michael Cuisance als Achter.

Leitl: „Wir müssen unser Spiel durchbringen wie schon gegen Kiel.“ Doch diesmal müssen die Blau-Weißen auch endlich mal wieder das Tor treffen, sonst setzt es wieder eine unglückliche Niederlage wie beim 0:1 gegen Holstein.