Mit dem Bundesliga-Aufstieg hat Hertha BSC drei Spieltage vor Saisonende nichts mehr zu tun. Kein Scherz, trotzdem ist tatsächlich noch ein Titel drin. Die Blau-Weißen können noch Auswärtsmeister der Zweiten Liga werden. Das klappt aber nur, wenn Hertha am Sonntag (13.30 Uhr) beim 1. FC Magdeburg gewinnt.
Hertha BSC oder Hannover 96, wer wird Auswärtsmeister?
Die Ausgangslage sieht so aus: In der Fremde haben die Blau-Weißen bisher in 15 Partien starke 28 Punkte geholt. Das ist Platz 2 in der Auswärtstabelle hinter Hannover (32 Zähler). Die Niedersachsen waren aber schon 16-mal zu Gast und reisen nur noch einmal zum heimstarken VfL Bochum. Gewinnt dort 96 nicht und Hertha triumphiert in Magdeburg und zwei Wochen später beim Saisonfinale in Bielefeld, ist der Meistertitel in der Fremde mit 34 Punkten sicher.
Vor dem Spiel in Magdeburg bleibt Trainer Stefan Leitl erstmal nur bei diesem Spiel und sagt: „Wir sind die zweitstärkste Mannschaft der Liga. Da fahren wir schon mit Selbstbewusstsein hin.“ Ein Sieg muss her, es wäre der neunte als Gastteam in dieser Saison. Klar ist auch, die anderen Spitzenteams Schalke und Paderborn sind dicht an Hertha in der Reise-Kategorie dran.
Platz 5 bringt noch Extra-TV-Geld
Welche Motivationen kann es noch für die blau-weißen Profis zum Ausklang der erfolglosen Saison geben? „Wir wollen das Maximale an Punkten herausholen, vielleicht schaffen wir noch Platz 5. Das wäre für den Verein wichtig wegen der TV-Gelder“, erklärt Leitl. Es ist wichtig im DFL-Ranking, aber auch intern bei Vermarkter Sportfive. Da gibt es eine höhere Prämie. Hertha braucht jeden Cent.

Und dann war da noch das Hinspiel gegen Magdeburg. Hertha verlor 0:2 im Olympiastadion gegen den FCM. „Das Hinspiel ist nach dem Pokalspiel davor (6:1 gegen Kaiserslautern, die Red.) etwas anders zu bewerten. Es war ärgerlich. Das ist schon Ansporn, um ein gutes Spiel zu machen. Wir wollen punkten, punkten, punkten“, so Leitl.

Sessa winkt Hertha-Startelf
Für das Sonntagsspiel muss der Coach das Team nochmal umstellen, da nicht nur Kennet Eichhorn (Rotsperre) fehlt, sondern auch Paul Seguin (fünfte Gelbe). Leitl hat für die Sechser-Position vier Mann zur Auswahl: Kevin Sessa, Diego Demme, Leon Jensen und Pascal Klemens (für Bobo Lum ist die Saison nach einer Verletzung gelaufen). Tendenz: Sessa wird in der Startelf stehen, davor spielt Michael Cuisance als Achter.



