Hertha BSC

Schuler gibt das Hertha-Versagen in Magdeburg zu

Hertha liefert ein energieloses Spiel beim 0:1 in Magdeburg ab, wenigstens Stürmer Luca Schuler hat Mitleid mit den Fans.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Stürmer Luca Schuler war nach dem 0:1 in Magdeburg gefrustet, aber er entschuldigte sich bei den Fans für den Schlaffi-Auftritt des Teams.
Hertha-Stürmer Luca Schuler war nach dem 0:1 in Magdeburg gefrustet, aber er entschuldigte sich bei den Fans für den Schlaffi-Auftritt des Teams.IMAGO/Franziska Gora

Die Rückkehr zu seinem Ex-Klub 1. FC Magdeburg hatte sich Hertha-Stürmer Luca Schuler (26) ganz anders vorgestellt. Statt Tore und Sieg war der Angreifer nach dem Schlaffi-0:1 von Hertha BSC total gefrustet. Immerhin eine gute Geste: Er entschuldigte sich bei den blau-weißen Fans für den energielosen Auftritt.

Schuler: „Das ist zu wenig von allem“

Schuler war nach dem Abpfiff angefressen: „Ich wollte hier mit Hertha gewinnen. Das haben wir nicht hingekriegt, deswegen sind wir sauer und enttäuscht.“

Danach ging er ins Detail, es ging um die Offensive, die mal wieder viel zu harmlos und zögerlich war. „Es ist nicht das erste Spiel, bei dem wir vorne einfach zu wenig kreieren. Vielleicht braucht es zu lange, bis wir den letzten Pass spielen. Vielleicht liegt es auch am Abschluss. Das ist zu wenig von allem und dann verliert man auch hier zurecht.“

„Tut mir leid für jeden, der den Sonntag geopfert hat“

Die Luft scheint nach dem verfehlten Saisonziel Bundesliga-Aufstieg in der Restsaison bei Hertha raus zu sein. Der letzte Biss war in Magdeburg nicht zu sehen. Darüber ärgerte sich Schuler noch viel mehr, als über das Ergebnis:  „Wir wollten uns am Ende der Saison anders präsentieren. Wir haben jetzt noch zwei Spiele und müssen ein anderes Gesicht zeigen.“ Danach kommt der entscheidende Satz: „Es tut mir leid für jeden, der den Sonntag geopfert hat, hier hergekommen ist oder es zuhause im Fernsehen gesehen hat.“

Trainer Stefan Leitl brüllte, doch erst in der letzten halben Stunde wurden die Profis von Hertha BSC beim 0:1 in Magdeburg wach.
Trainer Stefan Leitl brüllte, doch erst in der letzten halben Stunde wurden die Profis von Hertha BSC beim 0:1 in Magdeburg wach.IMAGO/Christian Schroedter

Leitl total sauer: „Ich muss aufpassen, was ich hier sage“

Auch der ehrgeizige Trainer Stefan Leitl war richtig wütend über die Leistung seines Teams. Er wollte die maximale Punktzahl in dieser Saison noch holen. Stattdessen hat Hertha aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt geholt und nur ein Tor geschossen (0:1 gegen Kaiserslautern, 1:1 in Braunschweig, 0:1 gegen Kiel, 0:1 in Magdeburg).

Leitl: „Ich muss aufpassen, was ich jetzt hier sage. Beim Gegentor, da fehlt mir die Einstellung, da fehlte mir die Intensität. Wir wachen danach ein bisschen auf, aber das reicht nicht. Wenn die Intensität nicht da ist, zwingst du den Gegner auch nicht zu Fehlern. Ich erwarte ein anderes Gesicht, so gewinnt man kein Spiel in der Zweiten Liga.“ Das klingt nach Donnerwetter in der nächsten Woche bei Hertha BSC.