Hertha BSC

Hertha-Schlaffis beschädigen Leitl schon vor der neuen Saison

Nach dem enttäuschenden 0:1 beim 1. FC Magdeburg ist klar, dass die Profis mit solch einem Auftritt die Arbeit für Trainer Leitl schwermachen.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Trainer Stefan Leitl konnte den harmlosen Auftritt beim 0:1 Magdeburg nicht fassen und schrie immer wieder seine Profis an.
Hertha-Trainer Stefan Leitl konnte den harmlosen Auftritt beim 0:1 Magdeburg nicht fassen und schrie immer wieder seine Profis an.IMAGO/Christian Schroedter

Die Saison ist bei Hertha BSC nach dem verpassten Aufstieg gelaufen. Die Luft ist raus und so spielen die blau-weißen Schlaffis auch. Nach dem 0:1 beim 1. FC Magdeburg gibt es jetzt ein Donnerwetter von Trainer Stefan Leitl. Der Coach muss es auch tun, denn momentan wird er gerade von seinen eigenen Profis schon vor der neuen Saison beschädigt.

Drei Hertha-Pleiten, ein Remis und nur ein Tor

In den letzten vier Spielen gab es drei 0:1-Pleiten und ein 1:1 in Braunschweig. Nur ein Tor in vier Partien. Das sind alarmierende Ergebnisse, die am Ende bei vielen Fans, schon wieder die Trainerfrage provozieren. Dabei ist sie längst von den Hertha-Bossen beantwortet. Leitl ist auch nächste Saison der Chefcoach.

Trotzdem gibt es jetzt schon Schrammen für Leitl. Es war jedem klar, dass die Restsaison gerade für Leitl schwierig wird. Saisonziel futsch, dazu wieder mal Kaderumbruch. Das alles muss der Trainer moderieren und motivieren. Die Spieler haben nicht nur die Fans beim Auftritt in Magdeburg enttäuscht, sondern auch Leitl.

Herthas Profis gehen nach dem 0:1 in Magdeburg geknickt zu ihren mitgereisten Fans. Die Enttäuschung war riesig.
Herthas Profis gehen nach dem 0:1 in Magdeburg geknickt zu ihren mitgereisten Fans. Die Enttäuschung war riesig.IMAGO/Franziska Gora

Leitl: „Ich bin angefressen!“

Daraus macht der gebürtige Münchner auch keinen Hehl: „Ich bin heute richtig angefressen. Ich muss aufpassen, was ich jetzt hier sage. Ich bin emotional angegriffen. Aber das muss ich mit mir selbst ausmachen.“ Die Geduld ist bei ihm spätestens jetzt zu Ende. Und der Ton wird jetzt vor den letzten beiden Spielen (nächsten Sonntag gegen Fürth, zum Saisonfinale bei Arminia Bielefeld) härter.

„So wird sich meine Mannschaft nicht mehr präsentieren. Da ist zu wenig Intensität und zu wenig Einstellung. So kannst du kein Zweitliga-Spiel gewinnen“, erklärt Leitl. Das Ganze ist ein Rückfall in den Saisonstart.

Donnerwetter und neue Startelf?

Gerade in der Offensive gibt es nicht den letzten Biss. Es ist eine trügerische Dominanz-Verwaltung ohne Gier vor dem gegnerischen Strafraum ohne Zielstrebigkeit und damit ohne Tore.

Haben einige Profis schon mit Hertha abgeschlossen? Wenn es so ist, sollte sich Leitl spätestens jetzt an seine Worte vor einem Jahr erinnern: „Wer sich nicht voll mit Hertha und dem Team identifiziert und alles gibt, ist raus.“ Mal sehen, wie der Kader für das Heimspiel gegen Fürth aussieht…