Endlich, diese Saison ist Sonntag vorbei. Hertha BSC hat die große Chance verpasst, in die Bundesliga zurückzukehren und die Fans enttäuscht. Es war eigentlich die letzte Möglichkeit mit einem verhältnismäßig teuren Kader, wieder erstklassig zu werden. Ab jetzt muss noch strenger gespart werden. Die Aussicht auf eine blau-weiße Aufstiegsparty 2027 schrumpft.
HSV brauchte sieben Jahre für den Aufstieg
Das alles erinnert an den Hamburger SV. Der frühere Dino der Bundesliga mutierte sieben Jahre lang in der Zweiten Liga zum tragischen Versager mit hohen Ansprüchen. 2018 abgestiegen, danach es immer versucht und dann doch gescheitert. Erst vergangene Saison gelang die Rückkehr des Rauten-Klubs ins Oberhaus.
Hertha BSC ist jetzt im dritten Jahr zweitklassig und es könnten auch noch vier weitere folgen. 2030 erst der Aufstieg? Noch ist überhaupt nicht klar, wie die Mannschaft für die Saison 2026/27 aussieht. Sicher ist nur: Sie wird zunächst an sportlicher Substanz verlieren, weil Leistungsträger verkauft werden müssen. Hertha muss wie jedes Jahr Transfererlöse im zweistelligen Millionenbereich erwirtschaften.
Hertha leidet weiter unter Heimschwäche
Trainer Stefan Leitl sagt: „Es ist ja nicht so, dass jetzt jeder davonläuft.“ Doch er selbst weiß auch nicht, wie der Kader zum Saisonstart aussieht. Das besonders Ärgerliche dieser Saison bleibt: Auswärts spielte Hertha wie ein Spitzenteam, doch zuhause eher wie ein Absteiger. Die Heimschwäche bleibt weiterhin bestehen. Dazu wurde mit Torchancen verschwenderisch umgegangen und so Siege reihenweise verschenkt.


