Ganz Europa staunt über die Sensation in Italien. Como 1907 spielt nächste Saison in der Champions League. Der kleine Nobelklub setzt sich gegen AC Mailand und Juventus Turin am letzten Spieltag der Serie A durch. Danach begann die wilde Party und mittendrin Ex-Herthaner Marc Oliver Kempf (31).
AC Mailand versagt, Como jubelt
Como gewann das letzte Auswärtsspiel mit 4:1 bei US Cremonese. Der Gegner hatte sich mit drei Roten Karten selbst dezimiert. Während die Gäste nach dem Schlusspfiff noch immer wüteten, warteten Kempf und Co. im Stadiontunnel gespannt auf die anderen Ergebnisse. Juve spielte im Derby gegen den FC Turin 2:2 und der AC Mailand verlor völlig überraschend zu Hause mit 1:2 gegen Calcio Cagliari.
Als Comos Spieler es hörten, rannten sie jubelnd zurück auf den Rasen, tanzten und schmissen sich gegenseitig vor Freude um, umarmten sich. Mehr Glücksgefühl geht nicht. Como 1907, vor zwei Jahren noch in der Zweiten Liga, spielt in der Saison 2026/27 in der Königsklasse. Ein Fußballmärchen für die Touristenstadt am Comer See.

Kempf spielt zum ersten Mal Champions League
Mit 71 Punkten auf Platz 4 gelandet. Mit nur 29 Gegentoren die beste Abwehr Italiens. Innenverteidiger Kempf, der es bei Hertha BSC immer schwer hatte, hat für die historische Marke im Como-Team gesorgt. Von Januar 2022 bis August 2024 spielte der kopfballstarke Abwehrspieler bei den Blau-Weißen.
Dann wagte er das Abenteuer und ging zum damaligen Aufsteiger aus Norditalien und spielt jetzt in seiner Karriere zum ersten Mal in der Champions League. Alles nur, weil der junge Star-Trainer Cesc Fabregas aus Spanien ihn unbedingt wollte.

Como-Team stürmt jubelnd die Pressekonferenz
Fabregas hat ein Spitzenteam geformt und alle wissen, dass er der Vater des Sensationserfolgs ist. Besonders seine Spieler. Nach der Jubelparty auf dem Rasen ging die Ekstase weiter. Die Mannschaft stürmte die Pressekonferenz, stellte einen großen Lautsprecher auf das Podium und die bekannte Champions-League-Hymne der Uefa ertönte. Dazu sangen die Profis immer wieder: „Cesc, Cesc!“ – und es gab eine Bierdusche für den Spanier.



