DFB-Pokalfinale

Bruder Uli oder Sohn Sebastian - wem drückt Dieter Hoeneß die Daumen?

FC Bayern gegen VfB Stuttgart, für Herthas Ex-Manager Dieter Hoeneß ist es das Familien-Traumfinale. Lesen Sie hier, mit wem er feiern will.

Author - Wolfgang Heise
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Herthas Ex-Manager Dieter Hoeneß freut sich auf sein DFB-Pokal-Traumfinale zwischen dem FC Bayern und VfB Stuttgart.
Herthas Ex-Manager Dieter Hoeneß freut sich auf sein DFB-Pokal-Traumfinale zwischen dem FC Bayern und VfB Stuttgart.IMAGO/Revierfoto

Mit Hertha BSC ins DFB-Pokalfinale zu kommen, blieb für Dieter Hoeneß (73), den Ex-Manager der Blau-Weißen, in seiner Amtszeit von 1996 bis 2009 ein unerfüllter Wunsch. Doch Sonnabend (20 Uhr) erlebt er sein ganz persönliches Familien-Traumfinale mit FC Bayern gegen VfB Stuttgart im Olympiastadion.

Dieter Hoeneß: „Tendenz geht Richtung meines Sohnes“

Hoeneß stürmte für beide Vereine, sein Bruder Uli (74) ist seit Jahrzehnten Mister Bayern, sein Sohn Sebastian (44) ist Trainer beim VfB. Das wird ein Familientreffen der besonderen Art. Doch die spannende Frage: Wem drückt Dieter Hoeneß eigentlich die Daumen im Endspiel?

Im Interview auf der Homepage des DFB gibt er die Antwort: „Die Tendenz geht schon ein bisschen in Richtung meines Sohnes, aber ich sage auch: Der Bessere soll gewinnen. Die Bayern sind hoher Favorit, die Ligaspiele in dieser Saison sind recht einseitig zu ihren Gunsten verlaufen.“

Dieter and Uli Hoeneß auf der Ehrentribüne des FC Bayern München.
Dieter and Uli Hoeneß auf der Ehrentribüne des FC Bayern München.IMAGO/DeFodi.de

„FC Bayern gegen VfB Stuttgart ist mein Traumfinale“

Zwei Herzen sind dann doch bei Herthas Ex-Manager in der Brust: „In gewisser Weise ist es schon ein Traumfinale für mich. Andererseits bin ich ein bisschen hin- und her gerissen. Ich habe beim FC Bayern acht tolle Jahre verbracht und gönne ihnen wirklich jede Meisterschaft und jeden Pokal. Dann gibt es da noch die familiären Bande zu meinem Bruder Uli - aber natürlich auch zu meinem Sohn Sebastian.“

Und die ist zu Sohn Sebastian doch ein bisschen stärker als zu Uli. Hoeneß: „Wir stehen ja stets im regelmäßigen Austausch. Ich bin nicht nur sein Vater, sondern auch sein Mentor. Taktisch muss ich ihm nichts erzählen, aber es gibt im Fußball immer mal Situationen, in denen ihm mein Erfahrungsschatz aus über 50 Jahren helfen kann.“

Wenn der Vater mit dem Sohne den Pokaltitel feiert. Vergangene Saison konnte Dieter Hoeneß seinem Filius Sebastian zum Pokalsieg nach einem 4:2 gegen Bielefeld gratulieren. Sonnabend wieder?
Wenn der Vater mit dem Sohne den Pokaltitel feiert. Vergangene Saison konnte Dieter Hoeneß seinem Filius Sebastian zum Pokalsieg nach einem 4:2 gegen Bielefeld gratulieren. Sonnabend wieder?IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

Dieter Hoeneß geht zur Stuttgarter Pokalparty

Da hat er bestimmt auch für das Pokalfinale noch ein paar Tipps. Und was passiert nach dem Abpfiff? Zu welcher Pokalparty geht Dieter Hoeneß? Ich gehe auf alle Fälle zum VfB, meine Familie ist da und wir werden dann bei Sebastian sein wollen. Ich habe übrigens auch meine Eintrittskarte vom VfB, aber ansonsten hätte ich auch eine von den Bayern bekommen“, stellt Dieter Hoeneß klar.

Es ist wirklich eine ganz besondere Rückkehr für Herthas Ex-Manager ins Olympiastadion, in dem über ein Jahrzehnt bei jedem Heimspiel auf der Bank saß. Und mit etwas Wehmut denkt er daran zurück: „Ja, schade. Es war mein großer Wunsch, das Finale nicht nur zu besuchen, sondern auch mal mit Hertha dabei zu sein. Das hat nie geklappt. Trotzdem war es die beste Zeit, die Hertha je hatte.“